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Acaeruloplasminämie

Aceruloplasminämie ist eine seltene, meist vererbte Erkrankung, bei der der Kupfer- und Eisenstoffwechsel gestört ist. Dabei fehlt oder ist die Funktion des Proteins Ceruloplasmin vermindert, sodass Eisen nicht ausreichend gebunden und abgebaut werden kann. Häufige Beschwerden können neurologische Probleme (z. B. Gangstörungen, Bewegungsstörungen), Seh- und Hirnleistungsstörungen sowie Schädigungen von Leber und Bauchspeicheldrüse umfassen; auch Blutbildveränderungen sind möglich. Die Diagnose erfolgt in der Regel anhand von Laborwerten (u. a. erniedrigtes Ceruloplasmin), Genbefunden sowie bildgebenden Verfahren. Eine Behandlung zielt vor allem auf die Senkung der Eisenbelastung ab, häufig durch eine Eisenchelation und ärztlich begleitete Ernährung sowie ergänzende Vitamin-Gaben in bestimmten Fällen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu auftretenden neurologischen Symptomen wie Gangunsicherheit, Zittern, Sprach- oder Sehstörungen oder bei Gelbsucht und deutlichen Allgemeinsymptomen sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei akuten schweren Beschwerden, starken neurologischen Ausfällen oder Bewusstseinsstörungen ist der Notruf 112 zu wählen; bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf kann 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Welche Symptome können bei Aceruloplasminämie auftreten?

Typisch sind neurologische Beschwerden wie Bewegungs- oder Gangstörungen sowie Sehprobleme; außerdem können Leber und weitere Organe betroffen sein.

Wie wird die Erkrankung festgestellt?

Die Diagnose beruht meist auf Laboruntersuchungen (u. a. Ceruloplasmin) und gegebenenfalls Genanalyse; zusätzlich helfen Bildgebung und weitere Blutwerte.

Gibt es eine Behandlung?

Üblicherweise wird eine Eisenüberladung therapiert, häufig durch Eisenchelation; die genaue Vorgehensweise richtet sich nach Schwere und Organbeteiligung.