Adrenoleukodystrophie
Die Adrenoleukodystrophie (ALD) ist eine vererbte Stoffwechsel- und Nervenerkrankung. Dabei kommt es zu einer Schädigung der weißen Substanz (Myelin) im Gehirn und/oder Rückenmark. Je nach Erkrankungsform können Symptome wie Sehstörungen, Hörprobleme, Lähmungen, Koordinationsstörungen, Konzentrations- oder Verhaltensveränderungen sowie Probleme der Nebennierenfunktion (z. B. Müdigkeit, Gewichtsverlust, niedriger Blutdruck) auftreten. Die Diagnose erfolgt typischerweise durch ärztliche Untersuchung und genetische bzw. biochemische Tests; Bildgebung des Gehirns und ggf. weitere Labordiagnostik werden eingesetzt. Die Behandlung richtet sich nach Schwere und Form und kann je nach Situation z. B. supportive Maßnahmen, Behandlung einer Nebenniereninsuffizienz und spezielle Therapieoptionen umfassen, die an das individuelle Krankheitsstadium angepasst werden.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei neu auftretenden neurologischen Beschwerden wie Sehstörungen, deutlicher Verschlechterung der Koordination, Lähmungen oder Verhaltensänderungen sollte zeitnah eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Zeichen einer möglichen Nebennierenkrise wie starke Schwäche, anhaltendes Erbrechen, Benommenheit oder Kreislaufprobleme ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich: In Notfällen 112, bei akuter Nicht-Notfall-Situation 116117.
Behandler für Adrenoleukodystrophie
135 insgesamtDr. med. Wieland Zittwitz
Facharzt für Endokrinologie
Dipl. Med. Svetlana Tlechas-Tkatsch
Facharzt für Endokrinologie
Dr. Delfs
Facharzt für Endokrinologie
Dr. Sippel
Facharzt für Innere Medizin
Dr. Ege
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. Christoph Dieterle
Facharzt für Endokrinologie
Dr. Kathrin Noga
Facharzt für Endokrinologie
Dr. Axel Schulze
Facharzt für Endokrinologie
Dr. med Erik Wizemann;Dr. med. Annette Böckh
Facharzt für Endokrinologie
Dr. med. Michael Dietlein
Facharzt für Endokrinologie
Dr. med. C.-D. Pflaum - Internist
Facharzt für Endokrinologie
Dr. Pflaum
Facharzt für Endokrinologie
Praxen, die Adrenoleukodystrophie behandeln
388 insgesamtEndokrinologie Berlin
Praxisgemeinschaft Braune & Bieber
Patienten Praxis
Arztpraxis Tönneßen
Nasila Nouniaz-Wirbelauer
Dr. med. Wieland Zittwitz
Häufige Fragen
Woran erkennt man Adrenoleukodystrophie typischerweise?
Häufig geben neurologische Symptome und mögliche Zeichen einer Nebennierenbeteiligung den ersten Hinweis. Bestätigt wird die Diagnose meist durch genetische und/oder biochemische Tests sowie Bildgebung.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung hängt stark von der Form und dem Krankheitsstadium ab. Üblicherweise werden eine Nebenniereninsuffizienz behandelt und neurologische sowie weitere Beschwerden unterstützt; spezielle Therapieoptionen können in Betracht kommen.
Ist die Erkrankung vererbbar?
Ja, die Adrenoleukodystrophie ist genetisch bedingt. Familienbezogene Beratung und gezielte Diagnostik bei Betroffenen und ggf. Angehörigen können sinnvoll sein.