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Adrenoleukodystrophie

Die Adrenoleukodystrophie (ALD) ist eine vererbte Stoffwechsel- und Nervenerkrankung. Dabei kommt es zu einer Schädigung der weißen Substanz (Myelin) im Gehirn und/oder Rückenmark. Je nach Erkrankungsform können Symptome wie Sehstörungen, Hörprobleme, Lähmungen, Koordinationsstörungen, Konzentrations- oder Verhaltensveränderungen sowie Probleme der Nebennierenfunktion (z. B. Müdigkeit, Gewichtsverlust, niedriger Blutdruck) auftreten. Die Diagnose erfolgt typischerweise durch ärztliche Untersuchung und genetische bzw. biochemische Tests; Bildgebung des Gehirns und ggf. weitere Labordiagnostik werden eingesetzt. Die Behandlung richtet sich nach Schwere und Form und kann je nach Situation z. B. supportive Maßnahmen, Behandlung einer Nebenniereninsuffizienz und spezielle Therapieoptionen umfassen, die an das individuelle Krankheitsstadium angepasst werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu auftretenden neurologischen Beschwerden wie Sehstörungen, deutlicher Verschlechterung der Koordination, Lähmungen oder Verhaltensänderungen sollte zeitnah eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Zeichen einer möglichen Nebennierenkrise wie starke Schwäche, anhaltendes Erbrechen, Benommenheit oder Kreislaufprobleme ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich: In Notfällen 112, bei akuter Nicht-Notfall-Situation 116117.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man Adrenoleukodystrophie typischerweise?

Häufig geben neurologische Symptome und mögliche Zeichen einer Nebennierenbeteiligung den ersten Hinweis. Bestätigt wird die Diagnose meist durch genetische und/oder biochemische Tests sowie Bildgebung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung hängt stark von der Form und dem Krankheitsstadium ab. Üblicherweise werden eine Nebenniereninsuffizienz behandelt und neurologische sowie weitere Beschwerden unterstützt; spezielle Therapieoptionen können in Betracht kommen.

Ist die Erkrankung vererbbar?

Ja, die Adrenoleukodystrophie ist genetisch bedingt. Familienbezogene Beratung und gezielte Diagnostik bei Betroffenen und ggf. Angehörigen können sinnvoll sein.