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Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung

Die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung ist eine Persönlichkeitsstörung nach ICD-10, bei der ausgeprägte Ängste vor Kritik, Ablehnung und Bloßstellung im Vordergrund stehen. Typisch sind ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit, aber zugleich geringe Bereitschaft, Kontakte einzugehen, sowie übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung. Häufig bestehen Symptome wie soziale Hemmung, ein Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit und Vermeidung belastender Situationen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung anhand von Verhalten, Beschwerden und Verlauf. Behandelt wird meist mit Psychotherapie (z. B. kognitiv-behaviorale Ansätze) und bei Bedarf unterstützend mit weiteren Maßnahmen; Medikamente können je nach begleitenden Beschwerden (z. B. Angst oder Depression) eine Rolle spielen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei anhaltender starker sozialer Vermeidung, deutlicher Einschränkung im Alltag oder zunehmender Belastung sollte zeitnah eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung erfolgen. Sofortige Hilfe ist nötig bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung oder schweren Krisen; in einem Notfall sind 112 erreichbar. Alternativ ist 116117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu kontaktieren.

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Häufige Fragen

Woran wird eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung erkannt?

Die Diagnose wird durch eine fachliche Anamnese und Einschätzung von typischen Mustern von Angst, Vermeidung und sozialer Hemmung gestellt. Ein einzelner Test reicht meist nicht aus.

Welche Behandlung hilft typischerweise?

Häufig werden Psychotherapieansätze eingesetzt, die helfen, Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster zu verändern und allmähliche Annäherung an belastende Situationen zu ermöglichen. Bei begleitenden Angst- oder Stimmungssymptomen kann zusätzlich eine symptomorientierte Unterstützung erfolgen.

Ist die Erkrankung behandelbar, wenn sie schon lange besteht?

Auch bei längerem Verlauf kann eine Behandlung die Lebensqualität verbessern und die Einschränkungen reduzieren. Der Erfolg hängt unter anderem von der individuellen Situation und der Therapieform ab.