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Agalaktie

Agalaktie (ICD-10 O92.3) beschreibt das Ausbleiben oder eine stark verminderte Milchproduktion in der Still- oder Säugeperiode. Häufig fällt auf, dass das Baby über längere Zeit wenig trinkt, unzureichend zunimmt oder seltener nasse Windeln hat. Ursache kann unter anderem eine Verzögerung der Milchbildung, hormonelle oder entzündliche Faktoren, selten auch Komplikationen nach der Geburt sein. Die Diagnose erfolgt meist durch Anamnese, Still-/Säugebeobachtung und Kontrolle von Gewicht, Trinkverhalten und Windelzahl; zusätzlich können medizinische Untersuchungen der Stillenden erfolgen. Die Behandlung umfasst in der Regel eine frühzeitige, engmaschige Stillberatung, häufiges und bedarfsgerechtes Anlegen bzw. Stillmanagement, korrekte Technik und ggf. ergänzende Fütterung nach ärztlicher Empfehlung; die Abklärung möglicher Ursachen ist zentral.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn das Baby deutlich zu wenig trinkt, kaum zunimmt oder deutlich weniger nasse Windeln als üblich hat, sollte zeitnah ärztliche oder kinderärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei starken Allgemeinsymptomen der Stillenden, Fieber, schweren Brustschmerzen oder Verdacht auf Komplikationen ist eine sofortige Abklärung erforderlich. Bei akuter Gefahr oder sehr rascher Verschlechterung kann 112 gewählt werden, sonst 116117.

Behandler für Agalaktie

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Häufige Fragen

Woran kann eine fehlende Milchbildung erkannt werden?

Hinweise sind vor allem mangelnde Gewichtszunahme, deutlich reduziertes Trinkverhalten sowie weniger nasse Windeln. Eine Beurteilung durch Kinderarzt oder Stillberatung ist entscheidend.

Ist Agalaktie immer gleichbedeutend mit dauerhafter Unmöglichkeit zu stillen?

Nicht zwingend. Häufig lassen sich Ursachen und Stilltechnik verbessern, und die Milchmenge kann sich nach Anpassungen und engmaschiger Begleitung wieder steigern.

Welche Unterstützung ist bei Agalaktie üblich?

Üblich sind eine strukturierte Stillberatung, häufigeres Anlegen bzw. Abpumpen sowie Kontrollen von Gewicht und Trinkmenge. Bei Bedarf kann vorübergehend eine ergänzende Fütterung ärztlich empfohlen werden.