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Agoraphobie

Agoraphobie (ICD-10 F40.0) bezeichnet eine Angststörung, bei der Betroffene besonders vor Situationen Angst haben, in denen Hilfe möglicherweise nicht schnell verfügbar ist oder ein Entkommen als schwierig empfunden wird. Typisch sind Vermeidung oder starke Belastung bei Aufenthalten in weiten Plätzen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Menschenmengen. Begleitend können körperliche Angstreaktionen wie Herzklopfen, Schwindel, Atemnot oder Übelkeit auftreten, teils im Zusammenhang mit Panikattacken. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung mithilfe von Anamnese und Kriterien. Üblicherweise umfasst die Behandlung psychotherapeutische Verfahren, besonders Exposition und kognitiv-behaviorale Ansätze; ergänzend können je nach Situation Medikamente eingesetzt werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei deutlicher Einschränkung des Alltags durch Angst, zunehmender Vermeidung oder wenn Panik-ähnliche Beschwerden wiederholt auftreten, sollte zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Bei akuter starker Beeinträchtigung oder Gefahrensymptomen sollte der Notruf 112 gewählt werden. Bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf kann auch 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man, dass es sich um Agoraphobie handelt?

Typisch sind Angst und Vermeidung bestimmter Situationen wie weite Plätze, öffentliche Verkehrsmittel oder Menschenmengen, weil ein Entkommen als schwierig empfunden wird. Die genaue Einordnung erfolgt durch eine fachliche Abklärung.

Kann Agoraphobie auch ohne Panikattacken auftreten?

Ja. Agoraphobie kann auch mit anhaltender Angst vor bestimmten Situationen bestehen, ohne dass zwingend ausgeprägte Panikattacken auftreten. Häufig kommen jedoch Angst- und Panik-Symptome gemeinsam vor.

Welche Behandlung hilft in der Regel am häufigsten?

In der Regel sind psychotherapeutische Verfahren wie Exposition und kognitiv-behaviorale Therapie zentrale Bausteine. Je nach Schweregrad und Begleiterkrankungen kann ergänzend eine medikamentöse Behandlung erwogen werden.