behandlerfinden
Alle Erkrankungen

AIDS-Phobie

AIDS-Phobie (ICD-10 F40.2) beschreibt eine anhaltende, unverhältnismäßig starke Angst vor einer HIV-Infektion oder vor dem Ausbruch von AIDS. Typisch sind Grübeln über mögliche Ansteckung, wiederholtes Kontrollieren (z. B. Arztbesuche oder Tests zur Beruhigung), Angst vor körperlichen Symptomen sowie Vermeidung von Situationen, die mit dem Thema in Verbindung stehen könnten. Eine Diagnose erfolgt meist durch Gespräche in der psychotherapeutisch-medizinischen Abklärung und die Einordnung der Angst als übertrieben im Vergleich zu der tatsächlichen Gefahr. Behandlung umfasst häufig psychoedukative Aufklärung, psychotherapeutische Verfahren (z. B. kognitive Verhaltenstherapie) und bei Bedarf begleitende medikamentöse Unterstützung; begleitende medizinische HIV-Abklärung kann helfen, Unsicherheiten zu klären.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn die Angst dauerhaft besteht, häufige Kontrollen auslöst oder die Lebensqualität deutlich einschränkt, sollte zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Bei akuten starken Belastungen, Selbstgefährdung oder schweren Panikattacken ist unverzüglich der Notdienst zu kontaktieren (in Notfällen 112, alternativ 116117).

Behandler für AIDS-Phobie

440 insgesamt
Alle 440 Behandler anzeigen

Praxen, die AIDS-Phobie behandeln

1.599 insgesamt
Alle 1.599 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Ist eine AIDS-Phobie gleich HIV oder AIDS?

Nein. AIDS-Phobie ist eine Angststörung. Eine medizinische HIV-Abklärung kann sinnvoll sein, um realistische Risiken zu klären.

Welche Symptome sprechen eher für eine Angststörung als für eine echte Infektion?

Häufiges Grübeln, wiederholte Tests zur Beruhigung und Angst vor harmlosen körperlichen Veränderungen sprechen oft für eine Angststörung, ersetzen aber nicht die medizinische Abklärung.

Wie wird die AIDS-Phobie behandelt?

In der Regel hilft eine Psychotherapie, häufig kognitive Verhaltenstherapie. Ergänzend kann je nach Situation Aufklärung und, bei starker Belastung, eine medikamentöse Unterstützung erwogen werden.