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Akromegalie

Akromegalie entsteht in der Regel durch eine Überproduktion von Wachstumshormon (GH), häufig durch ein gutartiges Adenom der Hypophyse. Die anhaltende Hormonwirkung führt zu vermehrtem Knochen- und Weichteilwachstum. Typische Symptome sind vergrößerte Hände und Füße, Gesichtszüge mit größer werdender Nase oder Kiefer, Gelenkbeschwerden sowie Kopfschmerzen und Sehstörungen durch Druck auf umliegende Strukturen. Häufig können auch Herzbelastung, Bluthochdruck, Schlafapnoe und Stoffwechselveränderungen auftreten. Die Diagnose erfolgt meist über Blutuntersuchungen (u. a. GH/IGF-1) und einen Hemmtest; bildgebend wird die Hypophyse untersucht. Die Behandlung umfasst je nach Situation Operation, medikamentöse Therapie zur Hormonhemmung und/oder Strahlentherapie; die Auswahl richtet sich nach Ausmaß und Verlauf der Erkrankung.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu auftretender oder fortschreitender Vergrößerung von Händen/Füßen, auffälligen Gesichtsveränderungen, anhaltenden Kopfschmerzen oder Sehstörungen sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei starken akuten Beschwerden wie plötzlich auftretenden starken Sehstörungen, Bewusstseinsstörungen oder schweren neurologischen Ausfällen ist sofort der Notruf zu wählen (112). Wenn keine akuten Notfallsymptome vorliegen, kann auch der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden (116117).

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Häufige Fragen

Woran wird Akromegalie erkannt?

Typisch sind erhöhte Werte von IGF‑1 und eine fehlende Unterdrückbarkeit von Wachstumshormon in einem geeigneten Test. Bildgebung der Hirnanhangsdrüse unterstützt die Ursachenfindung.

Ist ein Tumor bei Akromegalie immer bösartig?

In vielen Fällen handelt es sich um gutartige Hypophysenadenome. Trotzdem können sie durch Wachstum Beschwerden verursachen, weshalb eine Behandlung wichtig ist.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Je nach Befund kommen Operation, medikamentöse Hemmung der Wachstumshormonwirkung und/oder Strahlentherapie infrage. Die Therapie wird individuell geplant und regelmäßig kontrolliert.