behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Akute intermittierende Porphyrie

Die akute intermittierende Porphyrie (AIP) gehört zu den akuten hepatischen Porphyrien. Dabei ist die Bildung von Häm gestört, wodurch bei bestimmten Auslösern Porphyrin-Vorstufen vermehrt entstehen und das Nervensystem sowie der Magen-Darm-Trakt betroffen sein können. Typische Symptome sind anfallsartige, starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, außerdem Nervenschmerzen, Kribbeln, Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen sowie schneller Puls oder Bluthochdruck. Die Diagnose erfolgt meist durch den Nachweis erhöhter Porphyrin-Vorstufen im Urin während eines Anfalls und durch die Einordnung der Familien- und Laborbefunde. Die Behandlung richtet sich nach Schwere und Ursache; häufig werden rasch bestimmte Medikamente zur Anfallsunterdrückung eingesetzt, und mögliche Auslöser wie ungeeignete Medikamente oder Fasten werden konsequent vermieden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starken, anfallsartigen Bauchschmerzen, zunehmender Muskelschwäche, neurologischen Auffälligkeiten oder Zeichen wie Verwirrtheit sollte umgehend ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Atemnot, zunehmenden Lähmungszeichen oder schweren Kreislaufproblemen ist der Notruf 112 zu wählen. Wenn kein Notfall vorliegt, aber rasch Hilfe nötig ist, kann 116117 kontaktiert werden.

Behandler für Akute intermittierende Porphyrie

135 insgesamt
Alle 135 Behandler anzeigen

Praxen, die Akute intermittierende Porphyrie behandeln

388 insgesamt
Alle 388 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Welche Auslöser können einen Anfall bei akuter intermittierender Porphyrie begünstigen?

Häufige Auslöser sind bestimmte Medikamente, Fasten/Diäten, Alkohol und hormonelle Veränderungen. Betroffene sollten Auslöser gezielt vermeiden und nur mit ärztlicher Rücksprache geeignete Mittel verwenden.

Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

In der Regel werden während der Symptome erhöhte Porphyrin-Vorstufen im Urin nachgewiesen. Ergänzend helfen Blut- und Familienanamnese sowie genetische bzw. laborbasierte Abklärungen.

Kann die Krankheit dauerhaft behandelt oder nur die Anfälle verhindert werden?

Die Akutbehandlung zielt auf das rasche Stoppen bzw. Abmildern des Anfalls. Langfristig steht vor allem die Vermeidung bekannter Auslöser im Vordergrund; je nach Verlauf können weitere Therapiestrategien ärztlich festgelegt werden.