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Andersen-Tawil-Syndrom

Das Andersen-Tawil-Syndrom (ICD-10: I45.8) ist meist vererbt und betrifft vor allem die elektrische Funktion des Herzens sowie die Muskel- und Skelettentwicklung. Typische Symptome sind abnorme Herzrhythmen, wiederkehrende Episoden von Muskelschwäche oder -lähmung sowie variabel ausgeprägte körperliche Merkmale wie Gesichtsanomalien oder skelettbezogene Auffälligkeiten. Zur Diagnose dienen in der Regel eine ausführliche Anamnese, EKG/Holter-Monitoring und labor-/kardiologische Abklärungen; zur Bestätigung kann eine genetische Untersuchung sinnvoll sein. Die Behandlung zielt meist auf die Kontrolle der Rhythmusstörungen, das Vermeiden von Triggern und die symptomorientierte Betreuung von Muskelbeschwerden; Medikamente werden je nach Risiko und Befund festgelegt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Anzeichen wie Herzrasen, Ohnmacht, anhaltendem Schwindel oder Brustbeschwerden sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Bewusstlosigkeit, schweren Rhythmusproblemen oder akuten Notfallsymptomen ist umgehend der Rettungsdienst zu rufen (112). Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Fragen ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 erreichbar.

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Häufige Fragen

Wie äußern sich Herzrhythmusstörungen beim Andersen-Tawil-Syndrom?

Häufig treten abnorme Herzrhythmen auf, die sich zum Beispiel durch Herzrasen, Schwindel oder selten auch durch Ohnmacht bemerkbar machen können. Die genaue Form lässt sich meist nur mit EKG- und ggf. Langzeitaufnahmen beurteilen.

Welche Untersuchungen bestätigen die Diagnose?

Üblich sind EKG und gegebenenfalls eine Langzeitmessung (Holter), kombiniert mit klinischer Beurteilung der Beschwerden. Eine genetische Diagnosesicherung kann in vielen Fällen hilfreich sein.

Gibt es eine Behandlung, die das Risiko von Beschwerden senkt?

Die Therapie richtet sich nach den Herz- und Muskelbefunden und kann medikamentöse Maßnahmen zur Rhythmuskontrolle sowie symptomorientierte Unterstützung umfassen. Zusätzlich kann das Vermeiden bekannter Auslöser eine Rolle spielen.