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Anorexia nervosa

Anorexia nervosa (ICD-10 F50.0) ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene häufig deutlich weniger essen als der Körper benötigt. Typisch sind starke Einschränkungen beim Essen, eine anhaltende Beschäftigung mit Gewicht oder Figur sowie eine verzerrte Körperwahrnehmung. Häufig kommen körperliche Folgen wie Untergewicht, Schwäche, Schwindel, verlangsamter Puls, Zyklusstörungen oder ein Verlust von Knochenmasse hinzu. Die Diagnose erfolgt durch eine ärztliche bzw. psychotherapeutische Beurteilung anhand der Kriterien und wird durch körperliche Untersuchungen sowie Labor- und Gesundheitschecks abgesichert. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus medizinischer Stabilisierung, Ernährungsaufbau und psychotherapeutischen Maßnahmen; bei Bedarf können weitere therapeutische Fachrichtungen einbezogen werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei ausgeprägtem Untergewicht, schneller Verschlechterung des Zustands, Ohnmacht, starken Herzrhythmusstörungen, ungeklärten Brustschmerzen oder deutlichen Zeichen von Dehydratation sollte unverzüglich ärztliche Hilfe gesucht werden. In akuten Notfällen ist der Rettungsdienst unter 112 zu verständigen. Wenn kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt, kann für zeitnahe Abklärung der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Woran wird Anorexia nervosa typischerweise erkannt?

Üblicherweise werden Essverhalten, Angst vor Gewichtszunahme, gestörte Körperwahrnehmung und körperliche Folgen in einer ärztlichen bzw. psychotherapeutischen Untersuchung beurteilt. Ergänzend erfolgen Untersuchungen zur körperlichen Stabilität.

Welche Behandlung ist bei Anorexia nervosa üblich?

Häufig umfasst die Behandlung eine medizinische Stabilisierung, einen strukturierten Ernährungsaufbau und psychotherapeutische Verfahren. Je nach Schweregrad können weitere Unterstützungsangebote notwendig sein.

Ist eine stationäre Behandlung immer erforderlich?

Das hängt vom Gesundheitszustand ab, zum Beispiel bei erheblichem Untergewicht oder akuten körperlichen Risiken. Die Entscheidung erfolgt durch behandelnde Ärztinnen und Ärzte nach einer medizinischen Einschätzung.