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Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine angeborene bzw. früh beginnende Störung der neuronalen Entwicklung. Typische Symptome können anhaltende Unaufmerksamkeit (z. B. leicht ablenkbar, Organisation fällt schwer), Hyperaktivität (z. B. unruhig, schwer still zu sitzen) und Impulsivität (z. B. handeln ohne nachzudenken, Geduld schwer) sein. Häufig zeigen sich die Beschwerden in mehreren Lebensbereichen wie Schule/Arbeit und Familie und können den Alltag deutlich erschweren. Die Diagnose erfolgt meist durch eine ausführliche Anamnese, Beobachtungen und standardisierte Fragebögen, außerdem zum Ausschluss ähnlicher Ursachen. Die Behandlung umfasst in der Regel psychoedukative Maßnahmen, Verhaltenstherapie/psychosoziale Unterstützung und ggf. medikamentöse Therapie; Verlauf und Maßnahmen werden individuell abgestimmt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei deutlicher Beeinträchtigung in Schule, Beruf oder Alltag sollte zeitnah ärztliche bzw. kinder- und jugendpsychiatrische bzw. psychiatrische Abklärung erfolgen. Ebenso sollte Hilfe gesucht werden, wenn starke emotionale Probleme, erhebliche Konflikte, ausgeprägte Schul-/Arbeitsausfälle oder Verdacht auf zusätzliche psychische Belastungen bestehen. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ist der Notruf 112 zu wählen; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Problemen kann 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Wie wird ADHS diagnostiziert?

Meist erfolgt die Diagnose durch ausführliche Gespräche, Beobachtungen und Fragebögen (z. B. aus Schule/Familie). Zusätzlich werden andere Ursachen abgeklärt, die ähnliche Symptome machen können.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Typisch sind psychoedukative und verhaltenstherapeutische Maßnahmen, die den Alltag strukturieren und Fähigkeiten stärken. Je nach Schweregrad kann auch eine medikamentöse Therapie in Frage kommen.

Kann ADHS mit dem Alter besser werden?

Bei vielen Betroffenen verändern sich Symptome im Verlauf; Hyperaktivität kann nachlassen, während Aufmerksamkeits- oder Impulsprobleme teilweise bleiben. Der Verlauf ist individuell und wird durch geeignete Behandlung und Unterstützung oft günstig beeinflusst.