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Azotämie

Azotämie ist ein Befund, bei dem im Blut erhöhte Konzentrationen von Harnstoff und/oder Kreatinin festgestellt werden. Häufig hängt dies mit einer eingeschränkten Filterleistung der Nieren zusammen, kann aber auch durch Austrocknung, Medikamente, verminderte Durchblutung oder einen Harnabflussstau begünstigt werden. Typische Beschwerden können Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, eingeschränkte Urinmenge sowie in schweren Fällen Verwirrtheit oder Atemprobleme sein; manchmal verläuft die Azotämie auch ohne klare Symptome. Die Diagnose erfolgt über Blut- und Urinuntersuchungen (u. a. Nierenwerte, Urinstatus) sowie ggf. Bildgebung zur Ursachenklärung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, z. B. Flüssigkeitsausgleich, Anpassung nierenschädigender Medikamente, Behandlung einer Entzündung oder Beseitigung eines Harnabflussstaus.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei stark vermindertem Urin, deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands, starken Übelkeit/Erbrechen, Verwirrtheit oder Atemnot sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei akuten Beschwerden oder Verdacht auf eine schwere Ursache ist der Notruf 112 zu wählen. Bei nicht lebensbedrohlichen, aber rasch zunehmenden Symptomen kann 116117 zur medizinischen Einschätzung genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wie entsteht eine Azotämie?

Eine Azotämie entsteht meist durch eine verminderte Nierenleistung, z. B. durch Austrocknung, Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Medikamente oder einen Harnabflussstau.

Welche Untersuchungen bestätigen die Diagnose?

Üblicherweise werden Blutwerte wie Harnstoff und Kreatinin sowie Urinuntersuchungen erhoben. Je nach Verdacht folgen weitere Tests und häufig eine bildgebende Abklärung der Nieren und Harnwege.

Ist Azotämie immer gefährlich?

Die Bedeutung hängt von der Ursache, dem Ausmaß und dem Verlauf ab. Wichtig ist die zeitnahe Abklärung, weil behandelbare Auslöser oft verhindert werden können.