Belastungsstörung
Belastungsstörungen (ICD-10 F43) sind psychische Reaktionen auf stark belastende Ereignisse, die nicht nur vorübergehend sind. Je nach Person können Symptome wie anhaltende Angst oder Anspannung, Grübeln, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Rückzug, Konzentrationsprobleme oder gefühlsmäßige „Betäubung“ auftreten. Manchmal kommen Erinnerungen an das Ereignis in Form von belastenden Gedanken oder Wiedererleben hinzu. Die Diagnose erfolgt durch ein ärztliches oder psychotherapeutisches Gespräch und die Einordnung der Symptomdauer und -ausprägung; körperliche Ursachen werden ggf. mituntersucht. Behandlung umfasst in der Regel psychotherapeutische Unterstützung, gegebenenfalls Traumatherapie, Stressbewältigung und bei Bedarf ergänzende medikamentöse Maßnahmen zur Symptomreduktion.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei anhaltenden oder deutlich zunehmenden psychischen Beschwerden nach einer Belastung sollte zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe gesucht werden, besonders wenn Alltag, Arbeit oder Beziehungen stark beeinträchtigt sind. Unbedingt sofortige Hilfe ist erforderlich bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, schweren Krisen oder starken Verwirrtheits-/Panikzuständen. In solchen Fällen kann der Notruf 112 genutzt werden; alternativ ist bei nicht lebensbedrohlichen Krisen auch der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 möglich.
Behandler für Belastungsstörung
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Belastungsstörung behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Woran erkennt man, dass es eine Belastungsstörung ist?
Typisch sind psychische Beschwerden nach einer außergewöhnlichen Belastung, die über längere Zeit bestehen und den Alltag beeinträchtigen. Eine sichere Einordnung erfolgt durch ein Gespräch und ggf. begleitende Abklärung.
Wie lange dauert eine Belastungsstörung?
Das hängt von Schweregrad, Unterstützung und der individuellen Entwicklung ab. Ohne Behandlung kann sie länger anhalten; mit Therapie bessern sich Beschwerden bei vielen Betroffenen.
Welche Behandlung ist üblich?
Üblicherweise werden psychotherapeutische Verfahren eingesetzt, etwa zur Verarbeitung der Belastung und zum Umgang mit Stresssymptomen. Ergänzend können bei bestimmten Beschwerden vorübergehend Medikamente erwogen werden.