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Bland-White-Garland-Syndrom

Das Bland-White-Garland-Syndrom (ICD-10 Q24.5) ist eine seltene angeborene Herzerkrankung. Dabei entspringt die linke Koronararterie statt aus der Aorta aus der Lungenarterie, was zu einer unzureichenden Versorgung des Herzmuskels führen kann. Typische Beschwerden treten oft im Säuglings- und Kleinkindalter auf, beispielsweise Atemnot, schnelle Erschöpfung, Trinkschwäche, Blässe und Zeichen einer Herzinsuffizienz; bei schlechter Durchblutung können auch Brustschmerzen, Rhythmusstörungen oder ein akuter Kreislaufzusammenbruch auftreten. Die Diagnose erfolgt meist mittels Herzultraschall (Echokardiografie) sowie weiterführender Bildgebung und Angiografie. Die Behandlung umfasst je nach Situation eine medikamentöse Stabilisierung und eine operative bzw. interventionelle Korrektur der Gefäßverbindung, um die normale Blutzufuhr wiederherzustellen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neu auftretender Atemnot, deutlicher Leistungsabnahme, blasser oder bläulicher Haut, anhaltender Trinkschwäche oder Zeichen eines Kreislaufproblems sollte umgehend ärztliche Abklärung erfolgen. Bei schweren Beschwerden wie Ohnmacht, starken Brustschmerzen oder akuter Verschlechterung ist der Notruf 112 zu wählen. In weniger akuten, aber dringenden Fällen kann 116117 zur schnellen ärztlichen Einschätzung genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wie äußert sich das Bland-White-Garland-Syndrom typischerweise?

Häufig zeigen sich im frühen Kindesalter Atemnot, schnelle Erschöpfung, Trinkschwäche und Zeichen einer eingeschränkten Herzleistung. Bei akuten Durchblutungsproblemen können auch Rhythmusstörungen auftreten.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Meist erfolgt zuerst eine Echokardiografie. Häufig werden anschließend weitere Untersuchungen wie spezialisierte Bildgebung oder eine Angiografie zur genauen Darstellung der Gefäße durchgeführt.

Ist die Behandlung immer operativ?

Nicht immer sofort, aber oft ist eine Korrektur der Gefäßanomalie notwendig. Bis zur endgültigen Behandlung kann eine medikamentöse Stabilisierung erfolgen; das genaue Vorgehen hängt von Schwere und Befunden ab.