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Chiari-Malformation

Die Chiari-Malformation ist eine seltene Fehlbildung im hinteren Schädelbereich, bei der Teile des Kleinhirns oder des Hirnstamms tiefer in Richtung Wirbelkanal verlagern. Typische Symptome können Kopfschmerzen (oft verstärkt bei Husten, Pressen oder Lagewechsel), Schwindel, Nacken- oder Rückenschmerzen, Störungen der Empfindung, Schluckprobleme und gelegentlich Lähmungserscheinungen sein. Manchmal tritt zusätzlich eine Flüssigkeitsansammlung im Rückenmark auf (Syringomyelie). Häufig erfolgt die Diagnose durch eine neurologische Untersuchung und eine Bildgebung, meist eine MRT. Die Behandlung reicht von Beobachtung mit Kontrollen bis zu operativen Verfahren, abhängig von Beschwerden und Befunden; Schmerztherapie und ggf. begleitende Therapien werden individuell angepasst.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei neuen oder zunehmenden neurologischen Ausfällen wie Kraftverlust, deutlichen Empfindungsstörungen, Problemen beim Gehen oder Schlucken sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei plötzlichen, sehr starken Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen oder rascher Verschlechterung ist ein Notfall abzuklären; bei akuter Gefahr 112, ansonsten 116117.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man eine Chiari-Malformation typischerweise?

Häufig bestehen Kopfschmerzen, die bei Husten oder Pressen stärker werden, sowie Nackenbeschwerden oder neurologische Symptome wie Kribbeln. Sicher festgestellt wird die Fehlbildung meist erst durch eine MRT.

Ist eine Chiari-Malformation immer behandlungsbedürftig?

Nicht jede Form verursacht Beschwerden oder erfordert sofort eine Operation. Ob beobachtet oder behandelt wird, hängt von Schwere der Symptome und den bildgebenden Befunden ab.

Welche Untersuchungen werden zur Diagnose durchgeführt?

Neben einer neurologischen Untersuchung erfolgt in der Regel eine MRT des Kopfes und häufig auch des Bereichs von Halswirbelsäule und Rückenmark, um die Lage der Strukturen und mögliche Begleitveränderungen zu beurteilen.