Chlamydiose
Chlamydiose ist eine sexuell übertragbare Infektion, die durch das Bakterium Chlamydia trachomatis verursacht wird. Häufig bestehen anfangs nur milde Symptome oder es kommt ganz zu keinem Krankheitsgefühl. Typische Beschwerden können Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch sowie Blutungen außerhalb der Regel sein; bei Männern sind häufig Harnröhrenentzündungen möglich. Die Diagnose erfolgt meist durch den direkten Erregernachweis aus Urin oder einem Abstrich. Üblicherweise wird die Infektion mit Antibiotika behandelt; außerdem ist die gleichzeitige Mitbehandlung von Sexualpartnern wichtig, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden. Bei Komplikationsverdacht sollte ärztlich zügig abgeklärt werden, da sich Entzündungen ausbreiten können.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei neuen oder anhaltenden Beschwerden im Genital- oder Harnbereich sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen, auch wenn die Symptome nur leicht sind oder ganz fehlen. Insbesondere bei starken Unterbauchschmerzen, Fieber, Blutungen außerhalb der Regel oder Schwangerschaft ist rasch Hilfe erforderlich. Bei akuten schweren Beschwerden ist der Notruf 112 zu wählen; bei nicht lebensbedrohlichen Problemen steht 116117 zur Verfügung.
Behandler für Chlamydiose
3 insgesamtDr. Michael Latzke
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Rudolf Raßhofer
Facharzt für Infektiologie
Dr. Ostendorf
Facharzt für Innere Medizin
Praxen, die Chlamydiose behandeln
30 insgesamtInfektiologie Ärzteforum Seestraße
Praxis an der Kulturbrauerei
Praxis Jessen & Kollegen
Dr. Michael Latzke
Arztpraxis Driesener Straße
Schwerpunktpraxis Mitte
Häufige Fragen
Kann eine Chlamydiose auch ohne Symptome auftreten?
Ja, viele Infizierte haben anfangs keine oder nur unspezifische Beschwerden. Deshalb ist ein Erregernachweis bei Verdacht oder nach Risikokontakt wichtig.
Wie wird Chlamydiose festgestellt?
Meist erfolgt die Diagnose durch einen Labor-Erregernachweis aus Urin oder einem Abstrich. Ärztliche Untersuchung und ein Test auf andere sexuell übertragbare Infektionen können sinnvoll sein.
Muss der Sexualpartner auch behandelt werden?
In der Regel ja, damit es nicht zu einer gegenseitigen Wiederansteckung kommt. Die Mitbehandlung von Sexualpartnern sollte ärztlich koordiniert werden.