CUP-Syndrom
Das CUP-Syndrom ist eine Sammelbezeichnung für Krebserkrankungen, bei denen Metastasen oder auffällige Tumorzellen nachgewiesen werden, der ursprüngliche Tumor jedoch trotz Untersuchungen nicht identifiziert wird. Typische Symptome hängen von der Lage der Metastasen ab, etwa ungewollter Gewichtsverlust, Schmerzen, tastbare Schwellungen, Atemnot oder neurologische Beschwerden. Zur Diagnose werden meist Bildgebung (z. B. CT/MRT, PET/CT), Blutuntersuchungen sowie eine Gewebeprobe mit histologischer und immunhistochemischer/ molekularer Diagnostik eingesetzt. Die Behandlung erfolgt häufig leitlinien- und patientenabhängig, oft mit einer Kombination aus systemischer Therapie (z. B. Chemotherapie) und gezielter Behandlung nach dem Tumorprofil; zusätzlich können lokale Maßnahmen zur Symptomlinderung erfolgen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei neu auftretenden, anhaltenden oder rasch zunehmenden Beschwerden, insbesondere bei deutlichem Gewichtsverlust, starken Schmerzen, Atemnot oder neuartigen neurologischen Ausfällen, sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei akuten Notfallsymptomen wie starker Atemnot oder Bewusstseinsstörungen ist umgehend der Notruf 112 zu wählen. Alternativ kann bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf 116117 genutzt werden.
Behandler für CUP-Syndrom
43 insgesamtDr. Christian Sperling
Facharzt für Onkologie
Dr. med. Michael Ehrsam
Facharzt für Onkologie
Dr. Franz Karl Böhler
Facharzt für Onkologie
Dr. med. Peter Sandor
Facharzt für Onkologie
Dr. med. A. Lindemann
Facharzt für Onkologie
Dr. Sandra Röddiger
Facharzt für Onkologie
Dr. Frank Alexander Jordan
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Richard Konrad;Dr. med. Stefanie Jilg
Facharzt für Onkologie
Dr. med. Monika Grundheber
Facharzt für Onkologie
Dr. H. Klaproth;Dr. P. Zamani;K. Haas;Dr. M. Stricker
Facharzt für Hämatologie
Dr. med. Achim Luther
Facharzt für Urologie
Dr. med. Paul Hengsbach
Facharzt für Urologie
Praxen, die CUP-Syndrom behandeln
232 insgesamtPraxis für Radioonkologie und Strahlentherapie
Medizinisches Versorgungszentrum Heerstraße Nord
Gemeinschaftspraxis Arkonaplatz
Dr.med. Stephan Oertel
Eilers Lönnecker - Onkologie
Hämatologie Onkologie Berlin-Mitte, Dr. Christian Sperling
Häufige Fragen
Warum kann der Primärtumor beim CUP-Syndrom nicht gefunden werden?
Der Primärtumor ist möglicherweise sehr klein, bereits teilweise zurückgebildet oder lässt sich durch Untersuchungen nicht eindeutig nachweisen. Mit speziellen Labor- und Bildgebungsverfahren wird dennoch systematisch nach Hinweisen gesucht.
Welche Untersuchungen werden typischerweise gemacht?
Üblicherweise erfolgen Bildgebung, Bluttests und eine Gewebeprobe zur feingeweblichen sowie immunhistochemischen und ggf. molekularen Charakterisierung. Ziel ist, den wahrscheinlichsten Ursprung einzugrenzen oder ein Therapieschema abzuleiten.
Wie wird CUP-Syndrom behandelt?
Häufig steht eine systemische Therapie im Vordergrund, z. B. Chemotherapie, die sich am Tumorprofil und am Allgemeinzustand orientiert. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Linderung von Beschwerden eingesetzt.