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Dammriss

Ein Dammriss (ICD-10 O70) ist ein Einriss von Gewebe im Bereich des Damms, also zwischen Vulva/Vaginaleingang und After, der während der Geburt auftreten kann. Typisch sind Schmerzen im Damm- und Wundbereich, Druckgefühl, Blutungen und je nach Schwere Schwierigkeiten beim Sitzen, Gehen oder Wasserlassen/Stuhlgang. Die Diagnose erfolgt meist durch die Untersuchung nach der Geburt, bei der das Ausmaß und die Tiefe des Risses beurteilt werden. Üblicherweise wird die Verletzung – sofern erforderlich – genäht, außerdem helfen örtliche Maßnahmen zur Schmerzlinderung und engmaschige Kontrollen des Heilungsverlaufs; bei Infektzeichen können zusätzliche Behandlungen nötig sein.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ärztliche Abklärung ist dringend erforderlich, wenn die Blutung stärker wird, die Wunde stark riecht, zunehmende starke Schmerzen auftreten oder Fieber hinzukommt. Auch bei Schwierigkeiten, den Stuhl oder Urin zu kontrollieren, sollte zeitnah Hilfe gesucht werden. Bei starken, nicht stillbaren Blutungen oder schweren Beschwerden ist der Notruf 112 zu wählen; außerhalb von Notfällen kann 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert die Heilung nach einem Dammriss?

Die Heilungsdauer hängt von der Tiefe des Risses ab. In der Regel bessern sich Schmerzen und Beschwerden innerhalb von Tagen bis Wochen, der Verlauf sollte ärztlich kontrolliert werden.

Ist ein Dammriss immer behandlungsbedürftig?

Nicht jeder kleine Einriss muss zwingend genäht werden, meist wird das Ausmaß jedoch nach der Geburt beurteilt. Bei stärkeren oder tieferen Verletzungen ist eine Versorgung mit Nähten häufig sinnvoll.

Woran kann eine Wundinfektion erkannt werden?

Hinweise können zunehmende Schmerzen, übler Geruch der Wunde, Rötung/Schwellung und Fieber sein. Bei solchen Symptomen sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.