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Delirium tremens

Delirium tremens (ICD-10 F10.4) ist eine akute Entzugskomplikation bei langjährigem oder starkem Alkoholkonsum, die typischerweise nach Reduktion oder Absetzen auftritt. Betroffene können plötzlich desorientiert sein, Halluzinationen erleben und stark unruhig oder ängstlich wirken. Häufig kommen vegetative Übererregung wie Schwitzen, Zittern, Herzrasen und Fieber sowie Schlaflosigkeit hinzu. Die Diagnose erfolgt in der Regel klinisch anhand der typischen Symptome und des zeitlichen Zusammenhangs zum Alkoholentzug; außerdem werden Ursachen und Komplikationen (z. B. Infektionen, Stoffwechselstörungen) medizinisch abgeklärt. Die Behandlung erfolgt üblicherweise stationär mit engmaschiger Überwachung, Flüssigkeit/Elektrolytausgleich, Beruhigungsmitteln (meist nach ärztlicher Einschätzung) und Behandlung möglicher Begleiterkrankungen; zusätzlich wird Entzugssicherheit und Prävention weiterer Entzugsepisoden organisiert.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Verdacht auf Delirium tremens, etwa bei starker Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfällen oder deutlich instabilem Kreislauf, sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden. Bei akuter Lebensgefahr ist der Notruf 112 zu wählen; alternativ kann 116117 für dringende ärztliche Abklärung genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Delirium tremens vom normalen Alkoholentzug?

Delirium tremens betrifft vor allem die ausgeprägte Verwirrtheit mit Unruhe und oft Halluzinationen sowie eine deutliche körperliche Entgleisung. Es gilt als medizinischer Notfall.

Was löst Delirium tremens aus?

Meist entsteht es nach abruptem Alkoholentzug nach regelmäßigem und starkem Konsum. Auch bestimmte Entzugsverläufe können das Risiko erhöhen.

Kann Delirium tremens zu Hause behandelt werden?

In der Regel nicht, weil eine engmaschige Überwachung, Kontrolle von Vitalparametern und die Behandlung von Komplikationen erforderlich sind. Eine stationäre Behandlung wird üblicherweise empfohlen.