Depersonalisation
Depersonalisation (ICD-10 F48.1) bezeichnet einen Zustand der Selbstentfremdung. Betroffene erleben sich selbst, Gefühle, Gedanken oder den eigenen Körper als „nicht richtig zugehörig“, wie neben sich stehend oder wie in einem Traum. Häufig treten zusätzlich Gefühlsabstand, emotionale „Betäubung“, Konzentrationsprobleme oder ein verzerrtes Körper- bzw. Realitätsgefühl auf. Die Diagnose erfolgt meist durch ein ärztliches oder psychotherapeutisches Gespräch unter Berücksichtigung anderer Ursachen und psychischer Erkrankungen. Die Behandlung umfasst in der Regel psychoedukative Maßnahmen, Psychotherapie (z. B. kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze) und die Behandlung begleitender Erkrankungen wie Angst oder Depression; Medikamente werden abhängig vom Einzelfall eingesetzt.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei anhaltenden oder stark belastenden Symptomen sollte zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden. Notfallmäßig ist sofortige Abklärung erforderlich, wenn zusätzliche Warnzeichen wie akute Verwirrtheit, Selbst- oder Fremdgefährdung, schwere Depression oder ein möglicher Notfallzustand auftreten; in akuten Fällen 112, bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen 116117.
Behandler für Depersonalisation
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Depersonalisation behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Ist Depersonalisation gefährlich oder ein Zeichen für eine schwere psychische Erkrankung?
Depersonalisation kann sehr beunruhigend sein, ist aber nicht automatisch ein Hinweis auf eine bestimmte schwere Erkrankung. Entscheidend ist die Abklärung der Ursachen und ob weitere psychische Symptome bestehen.
Wie wird Depersonalisation diagnostiziert?
Meist erfolgt die Diagnose über ein ausführliches Gespräch mit Anamnese und Symptomverlauf sowie die Abgrenzung zu anderen Ursachen, etwa Angststörungen, Depressionen oder körperlichen Auslösern.
Welche Behandlung hilft typischerweise?
Häufig werden Psychoedukation und Psychotherapie eingesetzt, besonders wenn Angst, Stress oder Traumafolgen eine Rolle spielen. Ergänzend kann eine Behandlung begleitender psychischer Beschwerden erwogen werden.