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Derealisation

Derealisation (ICD-10 F48.1) ist ein psychopathologisches Symptom, bei dem die Wahrnehmung der Umgebung stark verändert erscheint, etwa als unwirklich, automatisch oder „wie hinter einem Schleier“. Häufig treten begleitend Angst, Stress, Depersonalisationsgefühle (eigene Person wirkt unwirklich) oder ein Gefühl von Benommenheit auf. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine ärztliche bzw. psychotherapeutische Abklärung, wobei andere Ursachen wie Substanzen, neurologische Erkrankungen oder schwere psychische Störungen ausgeschlossen werden. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann Psychoedukation, Gesprächstherapie (z. B. zur Bewältigung von Stress) sowie – je nach Bedarf – medikamentöse Unterstützung umfassen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ein Arzt oder eine psychotherapeutische Stelle sollte zeitnah aufgesucht werden, wenn Derealisation wiederholt auftritt, stark belastet oder den Alltag deutlich beeinträchtigt. Bei plötzlichen, sehr starken Symptomen, zusätzlich auftretenden neurologischen Ausfällen, Selbst- oder Fremdgefährdung oder akuter Verwirrtheit ist sofortige Abklärung erforderlich; bei Notfällen 112, bei dringenden Fällen 116117.

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Häufige Fragen

Ist Derealisation gefährlich?

Meist handelt es sich um ein belastendes, aber behandelbares Symptom. Dennoch sollte eine Abklärung erfolgen, um behandelbare Ursachen auszuschließen.

Was triggert Derealisation häufig?

Häufig stehen Stress, Angstzustände oder Überlastung im Zusammenhang. Auch Schlafmangel, psychische Belastungen oder Substanzen können eine Rolle spielen.

Wie läuft die Diagnostik typischerweise ab?

In der Regel erfolgt ein Gespräch zur Symptomgeschichte und Belastung sowie eine medizinische bzw. psychologische Untersuchung. Dabei werden andere Ursachen mitberücksichtigt.