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Empyem

Ein Empyem (ICD-10 J86.9) bezeichnet eine Eiteransammlung zwischen Lunge und Brustwand (Pleurahöhle). Häufiger Hintergrund ist eine bakterielle Lungenentzündung, die auf das Pleura­gewebe übergreift; selten kommen andere Ursachen infrage. Typische Symptome sind Fieber, starkes Krankheitsgefühl, Schmerzen beim Atmen, Husten und Atemnot. Zur Diagnose werden Anamnese, körperliche Untersuchung sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT eingesetzt; oft erfolgt zusätzlich eine Untersuchung von Pleuraflüssigkeit. Die Behandlung umfasst meist Antibiotika und eine Entlastung des Eiters, zum Beispiel durch Punktion oder das Einlegen eines Drainageschlauchs; in manchen Fällen ist eine ergänzende Operation nötig.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Empyem-Verdacht sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden, insbesondere bei zunehmender Atemnot, anhaltendem Fieber oder starken Schmerzen beim Atmen. Bei schweren Atemproblemen, Kreislaufproblemen oder deutlich verschlechtertem Zustand sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Wenn keine akute Lebensgefahr besteht, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 eine sinnvolle erste Anlaufstelle.

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Häufige Fragen

Wie entsteht ein Empyem meistens?

Meist folgt es auf eine bakterielle Lungenentzündung, die sich auf den Pleura­raum ausbreitet. Seltener können andere Entzündungen oder Ursachen dahinterstecken.

Welche Untersuchungen bestätigen die Diagnose?

In der Regel helfen Bildgebung wie Röntgen oder CT sowie die Beurteilung und Laboruntersuchung von Pleuraflüssigkeit, die Diagnose zu sichern.

Wie läuft die Behandlung typischerweise ab?

Üblicherweise werden Antibiotika gegeben und der Eiter durch Punktion oder Drainage entfernt. Je nach Verlauf kann zusätzlich ein operatives Vorgehen erforderlich sein.