behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Enterohämorrhagische Colitis

Die enterohämorrhagische Colitis ist eine Form der bakteriellen Dickdarmentzündung, meist verursacht durch EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli). Typisch sind wässriger Durchfall, der sich in blutigen Durchfall mit starken Bauchkrämpfen entwickeln kann. Häufig kommen Übelkeit und Fieber vor, manchmal auch ohne hohes Fieber. Zur Diagnose werden Stuhlproben im Labor untersucht und der Erreger bzw. dessen Toxine nachgewiesen. Die Behandlung besteht in der Regel aus Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich, engmaschiger ärztlicher Überwachung und je nach Schwere aus weiterer unterstützender Therapie; bestimmte Medikamente gegen Durchfall werden häufig vermieden, um Komplikationen zu reduzieren.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei blutigem Durchfall, starken Bauchschmerzen, Zeichen der Austrocknung (z. B. sehr wenig Urin, ausgeprägter Durst, Schwindel) oder hohem Fieber sollte zeitnah ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei Verdacht auf Komplikationen wie vermindertes Wasserlassen, starke Schwäche oder neurologische Auffälligkeiten ist sofortige Abklärung erforderlich. In akuten Notfällen ist 112 zu wählen; ansonsten kann 116117 kontaktiert werden.

Behandler für Enterohämorrhagische Colitis

3 insgesamt

Praxen, die Enterohämorrhagische Colitis behandeln

30 insgesamt
Alle 30 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die enterohämorrhagische Colitis meist?

Der Verlauf kann unterschiedlich sein, häufig bessern sich Beschwerden innerhalb weniger Tage. Entscheidend ist jedoch die ärztliche Kontrolle, weil Komplikationen verzögert auftreten können.

Ist die Erkrankung ansteckend?

Ja, bestimmte Erreger können über den Stuhl übertragen werden. Eine konsequente Händehygiene und das Beachten von Hygiene- und Quarantäneregeln durch das Behandlungsteam sind wichtig.

Warum werden Medikamente gegen Durchfall manchmal nicht empfohlen?

Bei dieser Erkrankung kann das Unterdrücken des Durchfalls ungünstig sein, weil Erreger und Toxine länger im Darm verbleiben können. Die Entscheidung hängt vom Einzelfall ab.