Enuresis
Enuresis (ICD-10 F98.0) bezeichnet das wiederholte unfreiwillige Einnässen oder andere Formen der Harnentleerung außerhalb der Kontrolle. Häufig betrifft es nachts das Einnässen, kann aber auch tagsüber auftreten. Typische Symptome sind nasse Unterwäsche oder Bettsachen, fehlendes Vorwarnen sowie mögliche Scham, Stress oder Schlafstörungen. Eine Diagnose erfolgt meist durch Anamnese, Erfassung der Trink- und Entleerungsgewohnheiten, ggf. ein Urintest und die Beurteilung, ob eine organische Ursache vorliegt. Die Behandlung umfasst häufig Verhaltenstherapie, regelmäßige Toilettengänge, Schulungsmaßnahmen zur Blasenkontrolle und gegebenenfalls ein Alarmtherapiesystem oder Medikamente nach ärztlicher Einschätzung.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist wichtig, wenn Enuresis neu auftritt, nach längerer Trockenheit wieder beginnt oder mit Schmerzen, Fieber, häufigem Harndrang, Blut im Urin oder sonstigen Auffälligkeiten einhergeht. Auch bei starkem Leidensdruck oder Verdacht auf eine begleitende Blasen- oder Nierenerkrankung sollte zeitnah medizinisch abgeklärt werden. Bei akuten starken Beschwerden oder ernsthaften Symptomen ist der Notruf 112 zu wählen; ansonsten kann 116117 genutzt werden.
Behandler für Enuresis
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Enuresis behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Ist Enuresis immer eine psychische Erkrankung?
Nein. Enuresis kann funktionell bedingt sein und verschiedene Ursachen haben, etwa Entwicklungsverzögerungen der Blasenkontrolle oder ungünstige Blasen- und Trinkgewohnheiten.
Welche Untersuchungen werden bei Verdacht auf Enuresis gemacht?
Oft erfolgen Anamnese, Protokolle zu Trink- und Toilettenverhalten sowie ein Urintest, um organische Ursachen auszuschließen. Weitere Untersuchungen richtet die Ärztin oder der Arzt nach den Symptomen aus.
Welche Behandlung hilft typischerweise?
Häufig sind Verhaltenstherapie und ein strukturiertes Vorgehen mit Toilettenplan. Je nach Situation können außerdem Alarmtherapie oder Medikamente erwogen werden.