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Enuresis

Enuresis (ICD-10 F98.0) bezeichnet das wiederholte unfreiwillige Einnässen oder andere Formen der Harnentleerung außerhalb der Kontrolle. Häufig betrifft es nachts das Einnässen, kann aber auch tagsüber auftreten. Typische Symptome sind nasse Unterwäsche oder Bettsachen, fehlendes Vorwarnen sowie mögliche Scham, Stress oder Schlafstörungen. Eine Diagnose erfolgt meist durch Anamnese, Erfassung der Trink- und Entleerungsgewohnheiten, ggf. ein Urintest und die Beurteilung, ob eine organische Ursache vorliegt. Die Behandlung umfasst häufig Verhaltenstherapie, regelmäßige Toilettengänge, Schulungsmaßnahmen zur Blasenkontrolle und gegebenenfalls ein Alarmtherapiesystem oder Medikamente nach ärztlicher Einschätzung.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist wichtig, wenn Enuresis neu auftritt, nach längerer Trockenheit wieder beginnt oder mit Schmerzen, Fieber, häufigem Harndrang, Blut im Urin oder sonstigen Auffälligkeiten einhergeht. Auch bei starkem Leidensdruck oder Verdacht auf eine begleitende Blasen- oder Nierenerkrankung sollte zeitnah medizinisch abgeklärt werden. Bei akuten starken Beschwerden oder ernsthaften Symptomen ist der Notruf 112 zu wählen; ansonsten kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Ist Enuresis immer eine psychische Erkrankung?

Nein. Enuresis kann funktionell bedingt sein und verschiedene Ursachen haben, etwa Entwicklungsverzögerungen der Blasenkontrolle oder ungünstige Blasen- und Trinkgewohnheiten.

Welche Untersuchungen werden bei Verdacht auf Enuresis gemacht?

Oft erfolgen Anamnese, Protokolle zu Trink- und Toilettenverhalten sowie ein Urintest, um organische Ursachen auszuschließen. Weitere Untersuchungen richtet die Ärztin oder der Arzt nach den Symptomen aus.

Welche Behandlung hilft typischerweise?

Häufig sind Verhaltenstherapie und ein strukturiertes Vorgehen mit Toilettenplan. Je nach Situation können außerdem Alarmtherapie oder Medikamente erwogen werden.