Essstörung
Essstörungen (ICD-10 F50) umfassen Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Essen und Körperbild. Je nach Form können Betroffene z. B. starkes Unter- oder Überessen zeigen, wiederholt Erbrechen auslösen oder andere Ausgleichsmaßnahmen anwenden. Typische Warnzeichen sind Gewichtsveränderungen, Kontrollverlust beim Essen, starke Beschäftigung mit Gewicht oder Kalorien, sowie körperliche Folgen wie Kreislaufprobleme oder Mangelerscheinungen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ärztliche und psychotherapeutische Abklärung, basierend auf Anamnese, Beschwerden und ggf. körperlichen Untersuchungen. Die Behandlung umfasst meist eine Kombination aus Psychotherapie, ernährungsmedizinischer Unterstützung und engmaschiger medizinischer Überwachung; bei schweren Verläufen sind teils auch stationäre Behandlungen nötig.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei deutlichen Gewichtsveränderungen, deutlichen Essensauffälligkeiten, Schwäche, Schwindel oder Anzeichen von Mangelzuständen sollte ärztliche Abklärung zeitnah erfolgen. Bei akuten Gefahrensignalen wie Ohnmacht, starken Herzrhythmusstörungen, Verwirrtheit, schweren Elektrolytstörungen oder nach riskantem Verhalten (z. B. sehr häufigem Erbrechen) ist sofort Hilfe erforderlich: Notruf 112, bei nicht lebensbedrohlichen akuten Problemen 116117.
Behandler für Essstörung
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Essstörung behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Welche Symptome weisen häufig auf eine Essstörung hin?
Häufige Hinweise sind ungewöhnliche Gewichtsveränderungen, starke Kontrolle über das Essen oder ausgeprägte Essattacken sowie starker Druck durch Gewicht und Körperbild. Oft kommen körperliche Beschwerden wie Müdigkeit oder Kreislaufprobleme hinzu.
Wie wird eine Essstörung diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt durch eine medizinische und psychotherapeutische Untersuchung mit Gesprächen zur Essgeschichte, dem Verhalten und möglichen Folgen für Körper und Psyche. Je nach Situation werden auch körperliche Untersuchungen und Laborwerte mit einbezogen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Üblicherweise wird eine Kombination aus Psychotherapie, Ernährungsberatung und medizinischer Überwachung eingesetzt. Bei schweren oder akut gefährlichen Verläufen kann eine stationäre Behandlung erforderlich sein.