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Exkoriationsstörung

Die Exkoriationsstörung (ICD-10 L98.1) ist eine psychische Störung, bei der Betroffene die Haut wiederholt kratzen oder zupfen, häufig trotz des Wunsches, damit aufzuhören. Typisch sind wachsende Spannung vor dem Skin-Picking, der Drang zum Handeln sowie die anschließend empfundene Erleichterung. Häufig kommt es zu offenen Stellen, Krusten, Infektionen der Haut oder Narben. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ärztliche oder psychotherapeutische Anamnese und Bewertung der Häufigkeit, des Kontrollverlusts und der Auswirkungen auf Alltag und Gesundheit; körperliche Ursachen werden mitberücksichtigt. Behandlungsmöglichkeiten umfassen psychotherapeutische Verfahren (z. B. kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze) und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung; zusätzlich können Maßnahmen zum Wundschutz und zur Hautpflege wichtig sein.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ein ärztlicher oder psychotherapeutischer Kontakt ist sinnvoll, wenn das Skin-Picking häufig auftritt, schwer kontrollierbar ist oder die Haut wiederholt verletzt wird. Bei Zeichen einer Infektion (z. B. starke Rötung, Wärme, Eiter, Fieber) sollte zeitnah medizinische Abklärung erfolgen. Bei akuten Notfällen wie schweren Allgemeinsymptomen ist der Notruf 112 zu wählen; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden kann 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Wie wird die Exkoriationsstörung diagnostiziert?

Die Diagnose basiert meist auf einer ausführlichen Anamnese durch Ärztinnen/Ärzte oder Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, insbesondere zu Kontrollverlust, Häufigkeit und Belastung. Häufig werden außerdem andere Hauterkrankungen mit abgeklärt.

Kann eine Exkoriationsstörung auch ohne sichtbare schwere Verletzungen bestehen?

Ja. Entscheidend sind häufig der wiederkehrende Drang, das Ausmaß der Kontrollprobleme und die Auswirkungen im Alltag, auch wenn die Verletzungen unterschiedlich stark sein können.

Welche Behandlungsarten helfen typischerweise?

Oft werden psychotherapeutische Verfahren eingesetzt; je nach Situation können auch Medikamente als ergänzende Maßnahme infrage kommen. Begleitend können Wundschutz und Hautpflege die Folgen reduzieren.