Familiäre adenomatöse Polyposis
Die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) ist eine genetische Erkrankung, die zu zahlreichen adenomatösen Polypen im Dickdarm führen kann, oft bereits im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Unbehandelt kann sich aus diesen Polypen mit der Zeit Darmkrebs entwickeln. Typische Hinweise sind unter anderem Blut im Stuhl, Durchfall, Bauchschmerzen oder unerklärter Gewichtsverlust, manchmal bestehen anfangs auch keine Beschwerden. Die Diagnose erfolgt meist durch Darmspiegelung mit Polypen-Befund und gegebenenfalls durch genetische Tests. Die Behandlung umfasst in der Regel eine engmaschige Überwachung und häufig eine operative Entfernung großer Teile des Dickdarms; zusätzlich können medikamentöse Therapien je nach Situation unterstützend eingesetzt werden.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei Blut im Stuhl, anhaltendem Durchfall, starken oder zunehmenden Bauchschmerzen sowie unerklärlichem Gewichtsverlust sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei akuten starken Beschwerden wie Kreislaufproblemen oder sehr starker Blutung ist umgehend der Notruf 112 zu wählen; ansonsten kann 116117 bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Bedarf helfen.
Behandler für Familiäre adenomatöse Polyposis
51 insgesamtDr. Christian Sperling
Facharzt für Onkologie
Dr. Frank Alexander Jordan
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Peter-Franz Spürk
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. H. Klaproth;Dr. P. Zamani;K. Haas;Dr. M. Stricker
Facharzt für Hämatologie
Dr. Udo Hieber
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. Oberniedermayer/Dr. Piotrowski
Facharzt für Hämatologie
Dr. Ute Braun
Facharzt für Hämatologie
Dr. Karl Hünermund;Dr. Lutz Stemler
Facharzt für Hämatologie
Dr. med. Wolfgang Weber
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med Martin Teich/Ronny Maurer
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Michael Wenke
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. Mathias-Reinhard Hoiczyk
Facharzt für Hämatologie
Praxen, die Familiäre adenomatöse Polyposis behandeln
251 insgesamtGemeinschaftspraxis Arkonaplatz
Eilers Lönnecker - Onkologie
Hämatologie Onkologie Berlin-Mitte, Dr. Christian Sperling
Praxis für Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin, Hämostaseologie
Hämostaseologicum
Praxis für Onkologie und Hämatologie
Häufige Fragen
Wie entsteht eine familiäre adenomatöse Polyposis?
Die FAP beruht meist auf einer vererbten genetischen Veränderung, die zur Bildung vieler Adenome im Dickdarm führt. Dadurch steigt das Risiko für Darmkrebs.
Welche Untersuchungen bestätigen die Diagnose?
Meist erfolgt eine Darmspiegelung, bei der die Zahl und Art der Polypen beurteilt werden. Ergänzend kann eine genetische Testung Hinweise auf die familiäre Ursache geben.
Wie wird die Erkrankung behandelt?
Üblich sind regelmäßige Kontrollen und je nach Befund eine operative Entfernung betroffener Darmabschnitte, um das Krebsrisiko zu senken. Medikamentöse Maßnahmen können in Einzelfällen ergänzend eingesetzt werden.