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Folie à deux

Die Folie à deux ist eine Form von wahnhaften Überzeugungen, bei der eine primär nicht wahnkranke Person die Wahnsymptome eines nahestehenden Partners oder Angehörigen übernimmt. Häufig bestehen über längere Zeit starke emotionale Bindungen und eine enge gemeinsame Beziehung. Typisch sind gemeinsam geteilte, ungewöhnliche Überzeugungen, die nicht durch Fakten belegt sind, sowie daraus folgende Verhaltensänderungen. Die Diagnose erfolgt durch ärztliche/psychologische Abklärung, inklusive Gespräch über Auslöser, zeitlichen Verlauf und Bezugspersonen. Üblicherweise steht die Trennung auslösender Faktoren und eine begleitende psychiatrische Behandlung im Vordergrund, teils mit Psychoedukation und medikamentöser Therapie, sofern erforderlich.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Sobald eine Person deutlich wahnhaft überzeugt ist oder sich daraus eine Gefahr für sich oder andere ergibt, sollte dringend ärztliche Hilfe gesucht werden. Auch bei starkem Rückzug, deutlicher Verwirrtheit, Schlaflosigkeit oder aggressivem Verhalten ist zeitnah eine Abklärung nötig. Bei akuter Bedrohung oder Selbst- bzw. Fremdgefährdung sollte sofort 112 gewählt werden; bei nicht akuten Notfällen ist 116117 eine Anlaufstelle.

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Häufige Fragen

Wie entsteht eine Folie à deux typischerweise?

Oft spielt eine sehr enge Beziehung und wiederholtes, gemeinsames Erleben eine Rolle, sodass sich die wahnhaften Inhalte gegenseitig verstärken können.

Kann sich die Wahnsymptomatik wieder lösen, wenn die Personen getrennt werden?

In vielen Fällen kann die Trennung auslösender Einflüsse helfen, die Übernahme zu reduzieren. Entscheidend ist jedoch die individuelle psychiatrische Einschätzung und Begleitung.

Welche Behandlung ist üblich?

Üblicherweise erfolgt eine psychiatrische Abklärung mit Stabilisierung, Psychoedukation und gegebenenfalls medikamentöser Unterstützung. Das Vorgehen richtet sich nach Schweregrad, Risiken und Verlauf.