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Folsäuremangel

Folsäuremangel ist das Ergebnis einer zu geringen Versorgung oder Aufnahme von Folsäure. Folsäure ist ein Vitamin aus dem B-Komplex und benötigt unter anderem für die Bildung roter Blutkörperchen sowie für Zellteilung und Schwangerschaftsprozesse. Typisch können Müdigkeit, Blässe, Schwäche und gelegentlich auch eine Glossitis (entzündete Zunge) oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten; in vielen Fällen besteht eine megaloblastäre Anämie. Die Diagnose erfolgt meist durch Blutuntersuchungen, insbesondere den Folsäurespiegel und das Blutbild. Die Behandlung umfasst in der Regel die Zufuhr von Folsäure und die Klärung der Ursache, z. B. Ernährungsfaktoren, Resorptionsstörungen oder bestimmte Medikamente.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn deutliche Zeichen einer Blutarmut bestehen, etwa anhaltende starke Müdigkeit, Blässe oder Luftnot. Besonders zeitnah ist ärztliche Abklärung erforderlich, wenn eine Schwangerschaft geplant ist oder besteht, oder wenn neurologische Auffälligkeiten auftreten. Bei akuten schweren Beschwerden, wie Kreislaufproblemen oder Atemnot, kann der Notruf 112 gewählt werden; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Anliegen ist 116117 der ärztliche Bereitschaftsdienst.

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Häufige Fragen

Wie entsteht ein Folsäuremangel häufig?

Häufig liegen eine unzureichende Ernährung, Resorptionsstörungen im Magen-Darm-Trakt oder bestimmte Medikamente zugrunde. Auch ein erhöhter Bedarf, zum Beispiel in der Schwangerschaft, kann beitragen.

Welche Blutwerte zeigen einen Folsäuremangel?

Meist fällt im Blutbild eine megaloblastäre (makrozytäre) Anämie auf. Zusätzlich wird der Folsäurespiegel im Blut bestimmt.

Reicht es, Folsäure nur vorübergehend einzunehmen?

In der Regel verbessert sich die Blutbildung durch die Zufuhr, jedoch sollte die Ursache geklärt werden. Ob und wie lange supplementiert wird, hängt von Situation und Laborwerten ab.