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Fregoli-Syndrom

Das Fregoli-Syndrom zählt zu den wahnhaften Störungen und wird im ICD-10 unter F22 (wahnhafte Störungen) eingeordnet. Typisch ist die Überzeugung, dass scheinbar unterschiedliche Menschen wiedererkannt werden, obwohl sie äußerlich verschieden wirken. Häufig können damit Ängste, Misstrauen, Verfolgungsgefühle oder eine stark belastende Interpretation alltäglicher Situationen einhergehen. Die Diagnose erfolgt meist durch eine ärztliche bzw. psychotherapeutische Abklärung der Symptome, der Krankheitsgeschichte und des Ausmaßes der Überzeugungen. Üblich sind je nach Situation psychotherapeutische Begleitung und ggf. medikamentöse Behandlung durch Fachärztinnen/Fachärzte für Psychiatrie oder Psychotherapie; ein Vorgehen orientiert sich an individuellen Risikofaktoren und Begleiterkrankungen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starken wahnhaften Überzeugungen, deutlicher Belastung im Alltag oder wenn es zu gefährlichem Verhalten kommt, sollte zeitnah ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung, starker Verwirrtheit oder drohender Selbstverletzung ist sofort der Notruf 112 zu wählen; außerhalb des Notfalls kann 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man, dass es sich um das Fregoli-Syndrom handelt?

Kennzeichnend ist die anhaltende Überzeugung, verschiedene Personen seien dieselbe Person, die sich verändert oder verkleidet. Die Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen erfordert eine fachärztliche/psychologische Diagnostik.

Ist das Fregoli-Syndrom gefährlich?

Es kann die Lebensführung stark beeinträchtigen und in einzelnen Fällen zu riskantem Verhalten führen, besonders wenn Ängste oder Verfolgungsgefühle zunehmen. Wichtig ist eine frühzeitige Behandlung zur Stabilisierung.

Welche Behandlung ist üblicherweise möglich?

Typisch sind psychiatrische Abklärung, ggf. Psychotherapie und – je nach Verlauf – medikamentöse Unterstützung. Das genaue Vorgehen wird individuell festgelegt.