behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Galaktosialidose

Galaktosialidose (ICD-10 E77.1) gehört zu den lysosomalen Speicherkrankheiten. Ursache ist meist ein genetischer Defekt, durch den ein Abbauenzym für bestimmte Glykolipide/Zuckerverbindungen nicht richtig funktioniert. Je nach Form können unter anderem Entwicklungsverzögerungen, neurologische Beschwerden, ungewöhnliche Vergrößerungen (z. B. Leber/Milz), Schmerzen oder sichtbare Veränderungen der Haut auftreten. Zur Diagnose kommen häufig Blut- oder Urinuntersuchungen, Aktivitätsmessungen des Enzyms sowie eine genetische Bestätigung in Frage. Die Behandlung erfolgt in der Regel symptomorientiert; je nach Einzelfall können spezialisierte Therapie- und Betreuungsprogramme sowie unterstützende Maßnahmen (z. B. Physiotherapie, Abklärung von Organproblemen) sinnvoll sein.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Hinweisen auf eine rasch zunehmende neurologische Symptomatik, starke Schmerzen, Atemprobleme oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei akuter, lebensbedrohlicher Situation ist der Notruf 112 zu wählen. Bei nicht unmittelbar lebensbedrohlichen, aber dringenden Beschwerden kann 116117 kontaktiert werden.

Behandler für Galaktosialidose

135 insgesamt
Alle 135 Behandler anzeigen

Praxen, die Galaktosialidose behandeln

388 insgesamt
Alle 388 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Wie äußert sich Galaktosialidose typischerweise?

Häufige Hinweise sind neurologische Beschwerden und Entwicklungsverzögerungen; außerdem können je nach Ausprägung inneren Organe vergrößert sein oder Schmerzen auftreten. Das Erscheinungsbild kann stark variieren.

Wie wird die Erkrankung festgestellt?

Oft werden Enzym- bzw. Stoffwechseluntersuchungen aus Blut oder Urin durchgeführt, und die Diagnose wird anschließend durch genetische Tests gesichert. Eine Beurteilung durch ein spezialisiertes Zentrum ist üblich.

Gibt es eine kausale Behandlung?

Die Therapie ist meist symptomorientiert und richtet sich nach den betroffenen Organen und Beschwerden. In Einzelfällen können spezialisierte Versorgungs- und Unterstützungsangebote eine wichtige Rolle spielen.