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Gangstörung

Eine Gangstörung (ICD-10 R26) beschreibt eine veränderte Art des Gehens, z. B. unsicheres Auftreten, ein verändertes Tempo oder Probleme beim Starten oder Stoppen der Schritte. Typische Symptome sind Stolpern, Schwanken, verlangsamter Gang, häufige Stürze oder eine ungewöhnliche Schrittfolge. Die Diagnose erfolgt meist durch eine ärztliche Anamnese und körperliche Untersuchung, ggf. ergänzt durch neurologische Tests sowie bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen, um die Ursache zu finden. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und umfasst häufig Physiotherapie/Training, Geh- und Hilfsmittel sowie die Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen, z. B. Erkrankungen des Nervensystems.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei plötzlichem Beginn einer Gangstörung, zusätzlichen neurologischen Ausfällen (z. B. Sprachstörungen, Lähmungen, starke Schwindelattacken) oder wiederholten Stürzen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. In Notfällen ist die Rettung über 112 zu kontaktieren. Wenn keine akute Lebensgefahr besteht, kann 116117 für die medizinische Einschätzung genutzt werden.

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Häufige Fragen

Welche Ursachen kann eine Gangstörung haben?

Häufig kommen Ursachen aus dem Nervensystem (z. B. nach Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen), aus dem Gehirn oder aus dem Bewegungsapparat infrage. Die Abklärung ist wichtig, um eine behandelbare Ursache zu erkennen.

Wie wird eine Gangstörung diagnostiziert?

Ärztinnen und Ärzte erheben die Krankengeschichte und untersuchen Haltung und Gangbild. Je nach Verdacht können neurologische Tests, Bildgebung und Blutuntersuchungen folgen.

Hilft Physiotherapie bei Gangstörungen?

Oft ja: Physiotherapie kann den Gang verbessern, Sturzrisiken senken und Strategien für den Alltag vermitteln. Ob und wie stark der Nutzen ist, hängt von der Ursache ab.