behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters

Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters ist ein Zustand, bei dem Kinder und Jugendliche wegen der Diskrepanz zwischen Geschlechtsidentität und zugewiesenem Geschlecht deutlich belastet sind. Typisch können anhaltende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, starker Wunsch nach Veränderung (z. B. Kleidung, Rolle, Anrede) sowie Angst, Traurigkeit, Rückzug oder depressive Verstimmung auftreten. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch kinder- und jugendpsychiatrische bzw. psychotherapeutische Fachpersonen nach ausführlicher Anamnese und Bewertung der Belastung. Üblich sind zunächst psychosoziale Unterstützung und Begleitung; je nach Situation können weitere Schritte wie familienorientierte Beratung oder medizinische Maßnahmen nach sorgfältiger Einzelfallprüfung in Betracht kommen.

Häufige Symptome:

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei deutlicher oder anhaltender psychischer Belastung, deutlichen Selbstwert- oder Angstproblemen sowie zunehmendem Rückzug sollte zeitnah ärztliche bzw. psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Besonders wichtig ist eine sofortige Abklärung, wenn es Hinweise auf Selbstverletzung oder akute Suizidgedanken gibt (Notruf 112) oder bei dringendem Versorgungsbedarf der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 kontaktiert werden kann.

Behandler für Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters

440 insgesamt
Alle 440 Behandler anzeigen

Praxen, die Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters behandeln

1.599 insgesamt
Alle 1.599 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Woran erkennt man, dass es sich um Geschlechtsdysphorie handelt?

Im Vordergrund steht die psychische Belastung durch die Diskrepanz zwischen erlebter Geschlechtsidentität und zugewiesenem Geschlecht. Fachpersonen beurteilen dies anhand von Gesprächen, Entwicklungsgeschichte und der Ausprägung der Beschwerden.

Welche Behandlung ist am Anfang üblich?

Zumeist beginnt die Versorgung mit psychosozialer Unterstützung, Beratung der Familie und begleitender Psychotherapie. Weitere Schritte werden nur nach sorgfältiger Einzelfallprüfung besprochen.

Sind medizinische Maßnahmen immer erforderlich?

Nein. Viele Kinder und Jugendliche werden zunächst nicht medizinisch behandelt, sondern psychologisch und sozial begleitet. Medizinische Optionen werden nur bei entsprechender Situation und nach ausführlicher fachlicher Abklärung erwogen.