Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters
Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters ist ein Zustand, bei dem Kinder und Jugendliche wegen der Diskrepanz zwischen Geschlechtsidentität und zugewiesenem Geschlecht deutlich belastet sind. Typisch können anhaltende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, starker Wunsch nach Veränderung (z. B. Kleidung, Rolle, Anrede) sowie Angst, Traurigkeit, Rückzug oder depressive Verstimmung auftreten. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch kinder- und jugendpsychiatrische bzw. psychotherapeutische Fachpersonen nach ausführlicher Anamnese und Bewertung der Belastung. Üblich sind zunächst psychosoziale Unterstützung und Begleitung; je nach Situation können weitere Schritte wie familienorientierte Beratung oder medizinische Maßnahmen nach sorgfältiger Einzelfallprüfung in Betracht kommen.
Häufige Symptome:
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei deutlicher oder anhaltender psychischer Belastung, deutlichen Selbstwert- oder Angstproblemen sowie zunehmendem Rückzug sollte zeitnah ärztliche bzw. psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Besonders wichtig ist eine sofortige Abklärung, wenn es Hinweise auf Selbstverletzung oder akute Suizidgedanken gibt (Notruf 112) oder bei dringendem Versorgungsbedarf der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 kontaktiert werden kann.
Behandler für Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters
440 insgesamtDr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Elke Schumacher
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Mungee
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Scherf
Facharzt für Behavior
Dr. med. Kühn
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Dr. med. Katrin Miltkau
Facharzt für Psychiatrie
Dipl. Psych. Birgit Mende
Facharzt für Psychiatrie
Dr. Jaber
Facharzt für Akupunktur
Praxen, die Geschlechtsdysphorie des Jugend- und Kindesalters behandeln
1.599 insgesamtÄrzte Zentrum Köpenick
Psychiatrische Institutsambulanz
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
MVZ psychische Gesundheit
Panomarana Klinik
Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Häufige Fragen
Woran erkennt man, dass es sich um Geschlechtsdysphorie handelt?
Im Vordergrund steht die psychische Belastung durch die Diskrepanz zwischen erlebter Geschlechtsidentität und zugewiesenem Geschlecht. Fachpersonen beurteilen dies anhand von Gesprächen, Entwicklungsgeschichte und der Ausprägung der Beschwerden.
Welche Behandlung ist am Anfang üblich?
Zumeist beginnt die Versorgung mit psychosozialer Unterstützung, Beratung der Familie und begleitender Psychotherapie. Weitere Schritte werden nur nach sorgfältiger Einzelfallprüfung besprochen.
Sind medizinische Maßnahmen immer erforderlich?
Nein. Viele Kinder und Jugendliche werden zunächst nicht medizinisch behandelt, sondern psychologisch und sozial begleitet. Medizinische Optionen werden nur bei entsprechender Situation und nach ausführlicher fachlicher Abklärung erwogen.