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Geschlechtsidentitätsstörung

Bei einer Geschlechtsidentitätsstörung liegt eine deutliche, anhaltende Diskrepanz zwischen dem erlebten und dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht vor, die zu erheblicher psychischer Belastung führen kann. Typisch sind anhaltende Gedanken und Gefühle, Verunsicherung oder Unbehagen mit dem eigenen Körper sowie der Wunsch, körperlich und/oder sozial entsprechend dem empfundenen Geschlecht wahrgenommen zu werden. Eine Diagnose erfolgt meist durch spezialisierte Fachärztinnen und -ärzte oder Psychotherapeutinnen und -therapeuten nach umfassender Anamnese und einer Beurteilung der Belastung sowie weiterer psychischer Faktoren. Die Behandlung kann je nach Situation psychotherapeutische Unterstützung, ggf. hormonelle Maßnahmen und in ausgewählten Fällen geschlechtsangleichende medizinische Schritte umfassen, begleitend durch ein interdisziplinäres Team.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starkem Leidensdruck, deutlichen anhaltenden Belastungssymptomen oder wenn der Alltag deutlich eingeschränkt ist, sollte zeitnah ärztliche bzw. psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Bei akuter Selbstgefährdung oder schweren Krisen ist sofortige Hilfe erforderlich: Notruf 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man, ob es sich um eine Geschlechtsidentitätsstörung handelt?

Entscheidend ist nicht allein das abweichende Rollen- oder Körperempfinden, sondern der anhaltende Leidensdruck und die klinische Bewertung durch Fachpersonen.

Welche ersten Schritte sind bei der Abklärung üblich?

Meist erfolgen Gespräche zur Anamnese, eine psychische Mitbeurteilung und die Einschätzung, ob und welche Unterstützungs- oder Behandlungswege sinnvoll sind.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es typischerweise?

Häufig sind psychotherapeutische Begleitung sowie eine interdisziplinäre Beratung. Je nach medizinischer Lage können hormonelle oder weitere medizinische Maßnahmen hinzukommen.