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Großwuchssyndrom

Das Großwuchssyndrom (ICD-10 Q87.3) bezeichnet eine Gruppe seltener angeborener Erkrankungen, die mit einem übermäßigen Längenwachstum einhergehen. Je nach Ursache können Auffälligkeiten am Skelett, eine beschleunigte Wachstumsrate, Besonderheiten im Körperbau sowie Beschwerden durch Begleitprobleme auftreten. Häufig wird zunächst die Wachstumsgeschichte ausgewertet und es werden Größe, Gewicht und Wachstumskurve regelmäßig dokumentiert. Zur Abklärung kommen Laboruntersuchungen (z. B. hormonelle Parameter), körperliche Untersuchung, gegebenenfalls bildgebende Diagnostik und eine genetische Abklärung in Frage. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann je nach Einzelfall eine endokrinologische Therapie, engmaschige Kontrollen und symptomorientierte Maßnahmen umfassen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn bei einem Kind oder Jugendlichen deutlich beschleunigtes Wachstum auffällt oder die Größe stark vom bisherigen Verlauf abweicht, sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei neuen starken Kopfschmerzen, Sehstörungen, plötzlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands oder neurologischen Auffälligkeiten ist umgehend Notfallhilfe nötig; bei akuter Gefahr 112, bei nicht lebensbedrohlichen Problemen 116117.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man ein Großwuchssyndrom?

Typisch ist eine deutlich über dem altersgerechten Bereich liegende Körpergröße und/oder eine auffällig schnelle Wachstumsrate. Die genaue Einordnung erfolgt durch Wachstumskontrollen und ärztliche Abklärung der Ursachen.

Welche Untersuchungen werden zur Diagnose meist gemacht?

Üblicherweise werden Wachstumskurven ausgewertet, körperlich untersucht und Laborwerte bestimmt. Je nach Verdacht können bildgebende Verfahren und genetische Tests hinzukommen.

Welche Behandlung ist möglich?

Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab und erfolgt meist durch eine endokrinologische Betreuung. Häufig stehen regelmäßige Kontrollen und eine ursachen- bzw. symptomorientierte Therapie im Vordergrund.