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Hämophilie

Hämophilie (meist Hämophilie A oder B) ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der bestimmte Gerinnungsfaktoren fehlen oder vermindert sind. Typische Anzeichen sind ungewohnte oder verlängerte Blutungen, häufig bei Verletzungen, nach Eingriffen oder auch spontan, etwa in Gelenken (Hämarthrosen) oder Muskeln. Zur Diagnose dienen Bluttests der Gerinnung, insbesondere die Bestimmung der Gerinnungsfaktoren und die Auswertung der Familienanamnese. Die Behandlung erfolgt je nach Schweregrad in der Regel durch Gabe von fehlenden Gerinnungsfaktoren; bei Bedarf kommen Maßnahmen zur Blutungsstillung sowie ggf. vorbeugende (prophylaktische) Therapien zum Einsatz.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starken, anhaltenden Blutungen, Blut im Urin oder Stuhl, ungewöhnlichen Hämatomen, starken Gelenkschmerzen mit Schwellung oder nach Kopfverletzungen sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei Notfällen mit schweren Blutungen oder Verdacht auf innere Blutungen ist der Rettungsdienst unter 112 zu kontaktieren; bei nicht lebensbedrohlichen akuten Fragen kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Wie erkennt man Hämophilie typischerweise?

Typisch sind verlängerte Blutungen und häufige Blutergüsse, manchmal auch spontane Blutungen in Gelenke oder Muskeln. Eine sichere Diagnose erfolgt über Laboruntersuchungen der Gerinnungsfaktoren.

Welche Behandlung wird bei Hämophilie eingesetzt?

Üblicherweise werden fehlende Gerinnungsfaktoren gegeben, um Blutungen zu stoppen oder vorzubeugen. Das genaue Vorgehen richtet sich nach dem Hämophilie-Typ und dem Schweregrad.

Ist mit Hämophilie Sport oder eine OP möglich?

Aktivitäten sind oft möglich, sollten aber individuell geplant werden, insbesondere vor Operationen oder zahnärztlichen Eingriffen. Dabei wird das Blutungsrisiko durch passende Gerinnungsmaßnahmen berücksichtigt.