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Haltlose Persönlichkeitsstörung

Die haltlose Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8) gehört zu den Persönlichkeitsstörungen und ist durch ein Muster von Bindungs- und Verhaltensunsicherheit geprägt. Typisch können impulsives Handeln, ein Bedürfnis nach Nähe, Schwierigkeiten mit innerer Stabilität sowie starke Schwankungen der Gefühle und Beziehungen sein. Häufig treten Probleme im sozialen Umfeld oder bei der Impulskontrolle auf, etwa durch unüberlegte Entscheidungen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ein ärztliches oder psychologisches Fachgespräch und die Beurteilung über längere Zeit. Behandlung umfasst meist Psychotherapie (z. B. skills- und verhaltensorientierte Ansätze) und bei Bedarf die Behandlung begleitender Beschwerden; Medikamente werden situationsabhängig und nicht als alleinige Therapie eingesetzt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei anhaltender starker Instabilität, häufigem Impulsdurchbruch, zunehmenden Konflikten oder der Gefahr von Selbst- oder Fremdverletzung sollte zeitnah ärztliche bzw. psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Bei akuter Selbstgefährdung oder schweren Krisen ist der Notruf 112 zu wählen; wenn keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, kann 116117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst) kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Woran erkennt man, dass es sich um eine haltlose Persönlichkeitsstörung handelt?

Erkennbar ist das Muster über längere Zeit durch emotionale Instabilität, impulsives Verhalten und wiederkehrende Schwierigkeiten in Beziehungen. Eine sichere Einordnung erfolgt durch ein Fachgespräch und eine diagnostische Abklärung.

Kann eine Psychotherapie die Symptome verbessern?

Ja, viele Betroffene profitieren von Psychotherapie, insbesondere wenn Fähigkeiten zur Impulskontrolle, Emotionsregulation und stabileren Beziehungsgestaltung geübt werden. Der Verlauf ist individuell verschieden.

Sind Medikamente immer nötig?

Medikamente sind nicht zwingend und werden meist nur bei begleitenden Beschwerden wie starker Angst oder Depression erwogen. Der Schwerpunkt liegt in der Regel auf der Psychotherapie.