Harninkontinenz
Harninkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen Urinverlust und die eingeschränkte Fähigkeit, die Blasenentleerung gezielt zu steuern. Je nach Form können z. B. beim Husten, Lachen oder körperlicher Belastung Urin verloren gehen oder plötzlich starker Harndrang mit zeitweiligem „nicht rechtzeitig zur Toilette kommen“ auftreten. Häufige Ursachen sind unter anderem Schwächungen des Beckenbodens, neurologische Erkrankungen, Hormonveränderungen oder allgemeine Funktionsstörungen der Harnblase. Zur Diagnose gehören in der Regel Anamnese, körperliche Untersuchung, Urinuntersuchung zum Ausschluss von Infektionen sowie ggf. Messungen der Blasenfunktion. Die Behandlung erfolgt je nach Ursache und Form oft mit Beckenbodentraining, Blasentraining, Anpassungen des Trink- und Toilettenverhaltens, Versorgung mit Inkontinenzhilfen und in manchen Fällen mit Medikamenten oder weiteren urologischen Maßnahmen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei neu auftretendem oder deutlich zunehmendem Urinverlust sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen, besonders wenn Beschwerden den Alltag stark einschränken. Sofort ärztliche Hilfe ist notwendig bei Fieber, starken Schmerzen im Unterbauch oder Blut im Urin; bei akuter Notlage kann der Notruf 112 gewählt werden. Bei dringenden Fragen ohne unmittelbare Lebensgefahr ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 erreichbar.
Behandler für Harninkontinenz
1.547 insgesamtDr. med Baris Sahin
Facharzt für Urologie
Dr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Christiane Sachse
Facharzt für Urologie
Dr. med. Stefan Prollius Urologie
Facharzt für Urologie
Dr. D. Händel
Facharzt für Urologie
Dr. Holger Liermann
Facharzt für Urologie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med Jacqueline Herholz
Facharzt für Urologie
Dr. med. Jörg Lebentrau
Facharzt für Urologie
Praxen, die Harninkontinenz behandeln
4.257 insgesamtÄrztehaus am Tempelhofer Hafen
Klinik für Neurologie
MVZ Windscheidstraße
HELIOS Medical Center Berlin-Weißensee
Ärztehaus
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
Häufige Fragen
Welche Arten von Harninkontinenz gibt es?
Häufige Formen sind Belastungsinkontinenz (z. B. beim Husten oder Heben) und Dranginkontinenz mit starkem, plötzlichem Harndrang. Auch Mischformen sind möglich.
Kann Harninkontinenz behandelt werden?
Viele Formen lassen sich durch Beckenbodentraining, Blasen- und Verhaltenstherapie sowie Inkontinenzhilfen verbessern. Je nach Ursache kommen auch Medikamente oder weitere medizinische Verfahren infrage.
Welche Untersuchungen werden beim Arzt typischerweise gemacht?
Üblicherweise erfolgen Anamnese, körperliche Untersuchung und eine Urinuntersuchung. Gegebenenfalls werden Blasenprotokolle oder spezielle urologische Diagnostik zur Bestimmung der Ursache ergänzt.