Harnröhrenstriktur
Eine Harnröhrenstriktur (N35) ist eine Verengung der Harnröhre, die den Urinabfluss behindert. Häufige Ursachen sind Vernarbungen nach Entzündungen, Verletzungen oder Eingriffen, seltener angeborene Ursachen. Typische Symptome sind schwacher Harnstrahl, verlängerte Blasenentleerung, Nachtröpfeln, erschwertes Wasserlassen, ggf. wiederkehrende Harnwegsinfektionen und im Verlauf ein Harnstau. Die Diagnose erfolgt üblicherweise durch Anamnese und körperliche Untersuchung, Urinuntersuchung sowie bildgebende Verfahren wie Uroflowmetrie und ggf. eine Darstellung der Harnröhre (z. B. mit Kontrastmittel). Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß und Ort und reicht von geweiteten Maßnahmen über endoskopische Verfahren bis hin zu operativen Rekonstruktionen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei anhaltend schwachem Harnstrahl, zunehmenden Beschwerden beim Wasserlassen oder wiederkehrenden Harnwegsinfekten sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Notfallmäßig ist sofort Hilfe nötig, wenn eine vollständige Harnverhaltung auftritt (keine Harnentleerung möglich), starke Schmerzen im Unterbauch bestehen oder Fieber hinzukommt; dann 112 oder bei weniger akuter Gefahr 116117 kontaktieren.
Behandler für Harnröhrenstriktur
1.547 insgesamtDr. med Baris Sahin
Facharzt für Urologie
Dr. Altmann
Facharzt für Neurologie
Dr. med. Christiane Sachse
Facharzt für Urologie
Dr. med. Stefan Prollius Urologie
Facharzt für Urologie
Dr. D. Händel
Facharzt für Urologie
Dr. Holger Liermann
Facharzt für Urologie
Dr. med. Nadja Kassim
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Kathrin Görmer
Facharzt für Neurologie
Dr. Joachim Schaal - Ines Neuschulz
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med. Roland Distl
Facharzt für Psychiatrie
Dr. med Jacqueline Herholz
Facharzt für Urologie
Dr. med. Jörg Lebentrau
Facharzt für Urologie
Praxen, die Harnröhrenstriktur behandeln
4.257 insgesamtÄrztehaus am Tempelhofer Hafen
Klinik für Neurologie
MVZ Windscheidstraße
HELIOS Medical Center Berlin-Weißensee
Ärztehaus
Medizinisches Versorgungszentrum am Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
Häufige Fragen
Wodurch entsteht eine Harnröhrenstriktur am häufigsten?
Am häufigsten führen Vernarbungen nach Entzündungen, Verletzungen oder urologischen Eingriffen zu einer Verengung der Harnröhre.
Welche Untersuchungen werden zur Diagnose eingesetzt?
Üblich sind Anamnese, Urinuntersuchungen sowie Funktions- und Bildgebung wie Uroflowmetrie und eine Darstellung der Harnröhre, um Ort und Länge der Verengung zu bestimmen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Je nach Schweregrad kommen eine endoskopische Erweiterung oder Durchtrennung sowie eine operative Rekonstruktion in Betracht; die Entscheidung hängt von Länge und Ursache der Striktur ab.