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Hemifaziale Mikrosomie

Die Hemifaziale Mikrosomie (ICD-10 Q75.8) ist eine angeborene Erkrankung, bei der sich eine Gesichtshälfte während der Entwicklung ungleichmäßig ausbildet. Typisch können Asymmetrien im Gesicht, Fehlbildungen im Bereich von Ohr und Wange, Verkleinerung des Kiefers sowie Störungen von Kaumuskel- und Weichteilstrukturen sein; auch das Schlucken, die Mundöffnung und das Hören können beeinträchtigt sein. Die Diagnose erfolgt meist klinisch durch Untersuchung und wird je nach Ausprägung mit Bildgebung wie Ultraschall, CT oder MRT sowie Hör- und ggf. HNO-Tests ergänzt. Die Behandlung ist meist interdisziplinär (z. B. HNO, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Logopädie, ggf. Orthopädie) und reicht von Frühförderung über funktionelle Therapien bis hin zu korrigierenden Operationen in geeigneten Zeitpunkten.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei deutlicher Gesichtsasymmetrie, Auffälligkeiten von Ohr/Kiefer, Hörproblemen, deutlichen Schluck- oder Atembeschwerden sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen. Bei akuten Atem- oder Schluckproblemen, starker Verschlechterung oder lebensbedrohlichen Symptomen ist sofort der Notruf 112 zu wählen. Alternativ kann bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Problemen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Ist die Hemifaziale Mikrosomie heilbar?

Die Erkrankung ist angeboren und grundsätzlich nicht „wegzubehandeln“, jedoch können Fehlbildungen und Funktionsstörungen je nach Ausprägung durch eine interdisziplinäre Therapie deutlich verbessert werden.

Welche Fachrichtungen sind typischerweise an der Behandlung beteiligt?

Meist wirken mehrere Berufsgruppen mit, z. B. HNO, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Logopädie sowie ggf. Orthopädie und Kinderarzt, je nach betroffenen Funktionen.

Wie wird die Diagnose gesichert?

Die Diagnose basiert meist auf der klinischen Untersuchung und wird bei Bedarf durch bildgebende Verfahren sowie Hör- und Funktionsuntersuchungen ergänzt, um das Ausmaß festzustellen.