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Herpes Zoster

Herpes Zoster (Gürtelrose) entsteht, wenn das Varizella-Zoster-Virus nach einer früheren Windpocken-Infektion reaktiviert wird. Häufig treten brennende oder stechende Nervenschmerzen auf, gefolgt von einem einseitigen, bandförmigen Ausschlag mit Bläschen. Je nach Befall können auch Berührungs- und Schmerzempfindlichkeit sowie Fieber auftreten. Die Diagnose erfolgt meist anhand des typischen Erscheinungsbilds; in unklaren Fällen können Labortests aus dem Bläscheninhalt helfen. Die Behandlung umfasst üblicherweise eine frühzeitige antivirale Therapie (am wirksamsten in den ersten Tagen) sowie Schmerz- und ggf. Juckreizbehandlung; Komplikationen werden gezielt mitbehandelt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei Auftreten eines typischen schmerzhaften, einseitigen Ausschlags sollte zeitnah ärztliche Abklärung erfolgen, idealerweise innerhalb der ersten 72 Stunden, um die antivirale Behandlung früh zu beginnen. Umgehend ärztliche Hilfe ist nötig, wenn das Gesicht oder das Auge betroffen sein könnte (z. B. Augenschmerzen, Sehstörungen) oder starke Schmerzen, Fieber, ausgedehnte Verbreitung oder starke Immunschwäche vorliegen. Bei akuten Notzeichen wie starken Verschlechterungen oder schweren Komplikationen ist der Notruf 112 zu wählen; andernfalls steht 116117 für ärztlichen Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

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Häufige Fragen

Wie lange ist Herpes Zoster ansteckend?

Ansteckend ist vor allem die Phase, in der frische Bläschen auftreten. Die Ansteckungsfähigkeit endet in der Regel, wenn alle Bläschen verkrustet sind.

Warum entstehen die Schmerzen oft schon vor dem Ausschlag?

Das Virus befällt Nervenbahnen, sodass Nervenschmerzen (z. B. Brennen, Stechen) der Hautreaktion vorausgehen können.

Kann nach einer Gürtelrose weiterhin Schmerz bestehen?

Ja, in manchen Fällen kann es zu anhaltenden Nervenschmerzen nach Abheilung des Ausschlags kommen (postherpetische Neuralgie). Eine frühe antivirale Behandlung kann das Risiko vermindern.