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Herzektopie

Herzektopie (ICD-10 Q24.8) bezeichnet eine seltene angeborene Fehlbildung, bei der das Herz nicht an der üblichen Position im Brustkorb liegt. Je nach Ausprägung kann das Herz teilweise oder vollständig außerhalb des geschützten Thoraxbereichs liegen, was das Risiko für Schädigungen durch Austrocknung oder Verletzungen erhöhen kann. Typische Anzeichen reichen von sichtbaren Fehlbildungen im Brust- oder Bauchbereich bis hin zu Atemproblemen und Kreislaufproblemen bei Neugeborenen. Die Diagnose erfolgt häufig bereits vor oder kurz nach der Geburt durch Ultraschall und bildgebende Verfahren wie Echokardiografie und gegebenenfalls weitere Schnittbildgebung. Die Behandlung umfasst in der Regel eine spezialisierte kinder- bzw. herzchirurgische Versorgung, ggf. eine schrittweise operative Korrektur, Stabilisierung der Kreislauf- und Atemfunktion sowie engmaschige Nachsorge.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Sofortige ärztliche Abklärung ist erforderlich, wenn bei Neugeborenen eine sichtbare Fehlanlage im Brust- oder Bauchbereich besteht oder Atem- sowie Kreislaufprobleme auftreten. Bei starken Atemnot, bläulicher Verfärbung oder Zeichen eines drohenden Schocks sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Fragen kann auch 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Wie wird Herzektopie meist festgestellt?

Häufig erfolgt die Erkennung schon vor der Geburt durch Ultraschall, spätestens nach der Geburt durch Echokardiografie und weitere bildgebende Untersuchungen.

Ist die Fehlbildung sofort behandelbar?

Die Akutstabilisierung steht zunächst im Vordergrund, anschließend wird das weitere Vorgehen individuell durch ein spezialisiertes Team geplant, oft mit operativer Korrektur.

Welche langfristigen Folgen sind möglich?

Der Verlauf hängt stark von der genauen Ausprägung und Begleitfehlbildungen ab; eine regelmäßige kinder-kardiologische Nachsorge ist in der Regel erforderlich.