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Histrionische Persönlichkeitsstörung

Die histrionische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.4) gehört zu den Persönlichkeitsstörungen. Typisch sind ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Beachtung, ein schneller Wechsel von Gefühlen, auffälliges oder verführerisch wirkendes Verhalten sowie eine Tendenz, Situationen stark emotional zu bewerten. Häufig bestehen Probleme in der Stabilität von Beziehungen und im Umgang mit Grenzen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine psychiatrische oder psychotherapeutische Fachperson anhand des Beschwerdebilds und der Lebensgeschichte. Die Behandlung umfasst meist Psychotherapie (z. B. zur Verbesserung von Beziehungsmustern und Emotionsregulation); Medikamente werden vor allem bei begleitenden Beschwerden eingesetzt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn das Verhalten dauerhaft zu deutlichen Problemen im Alltag, in Beziehungen oder in der Arbeit führt, sollte fachärztlicher oder psychotherapeutischer Rat eingeholt werden. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung oder starken Krisen ist sofortige Hilfe nötig: in Notfällen 112, bei nicht lebensbedrohlichen Krisen 116117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst).

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Häufige Fragen

Woran erkennt man eine histrionische Persönlichkeitsstörung?

Typisch sind ein anhaltendes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, stark emotional geprägtes Verhalten und wiederkehrende Schwierigkeiten, stabile Beziehungen aufrechtzuerhalten. Eine sichere Einschätzung erfolgt durch Fachpersonen.

Welche Behandlung hilft in der Regel?

Üblich ist Psychotherapie zur Veränderung von Beziehungsmustern und zur Förderung von Emotions- und Impulskontrolle. Medikamente kommen eher bei begleitenden Beschwerden wie Angst oder Depression in Betracht.

Ist die Erkrankung heilbar?

Persönlichkeitsstörungen können sich über die Zeit verbessern. Mit geeigneter Therapie lassen sich häufig problematische Muster deutlich reduzieren, auch wenn nicht immer eine vollständige „Heilung“ im engeren Sinn erreicht wird.