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Hühnerauge

Ein Hühnerauge (ICD-10 L84) entsteht, wenn die Haut übermäßig Hornhaut bildet, um sich gegen wiederkehrende mechanische Belastung zu schützen. Typisch sind eine umschriebene, harte Stelle mit verdickter Hornhaut, oft mit zentralem „Kern“, sowie Schmerzen besonders beim Gehen oder Greifen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Blickdiagnose und Abtasten; bei Unsicherheit kann eine Abgrenzung zu Warzen durch genaueres Hautsehen nötig sein. Die Behandlung umfasst meist Entlastung durch geeignete Schuhe, Einlagen oder Polster, sowie keratolytische Salben oder das fachgerechte Entfernen der Hornhaut. In vielen Fällen lassen sich Beschwerden durch konsequente Druckreduktion dauerhaft verbessern.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn das Hühnerauge stark schmerzt, rasch wächst, blutet oder wenn keine Besserung trotz Entlastung und Hornhautbehandlung eintritt. Besonders bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Gefühlsstörungen an den Füßen ist frühzeitige Abklärung wichtig. Bei starken, plötzlich zunehmenden Beschwerden oder Anzeichen einer Infektion sollte im Notfall 112 gewählt oder bei nicht-akuten Problemen 116117 kontaktiert werden.

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Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich ein Hühnerauge von einer Warze?

Hühneraugen entstehen durch Druck und sind meist an genau belasteten Stellen. Warzen werden oft durch eine Virusinfektion verursacht und zeigen typischerweise ein anderes Oberflächenbild.

Darf die Hornhaut selbst weggeschnitten oder abgeätzt werden?

Eigenständiges Schneiden oder aggressives Abätzen kann die Haut verletzen und ist besonders bei Risikopatienten problematisch. Sicherer ist eine Behandlung durch medizinisches Fachpersonal sowie entlastende Maßnahmen.

Welche Maßnahmen helfen am besten gegen wiederkehrende Hühneraugen?

Wichtig sind konsequente Entlastung und Druckreduktion, etwa durch passende Schuhe, Polster oder Einlagen. Zusätzlich können keratolytische Präparate nach ärztlicher oder fachlicher Anleitung unterstützen.