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Hyperammonämie

Hyperammonämie bedeutet, dass der Ammoniumgehalt im Blut krankhaft erhöht ist. Das Ammonium kann sich auf das Gehirn auswirken und zu Funktionsstörungen führen; je nach Ursache kann der Verlauf schnell oder schleichend sein. Typische Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit bis zur Verwirrtheit, Konzentrationsprobleme sowie neurologische Auffälligkeiten. Zur Diagnose werden Blutuntersuchungen (u. a. Ammonium, Leberwerte, Blutgasanalyse) durchgeführt und häufig nach der Ursache geforscht, etwa über Leber- und Stoffwechselabklärung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und zielt darauf ab, Ammonium rasch zu senken (z. B. durch spezifische Medikamente und ggf. Entlastung des Stoffwechsels); in schweren Fällen kann eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei plötzlicher Benommenheit, Verwirrtheit, starken Übelkeits-/Erbrechensbeschwerden oder neu auftretenden neurologischen Auffälligkeiten sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden. In akuten Notfällen mit zunehmender Bewusstseinsstörung oder Krampfanfällen ist der Rettungsdienst zu alarmieren (112). Bei dringendem, aber nicht lebensbedrohlichem Verdacht kann der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden (116117).

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Häufige Fragen

Wie entsteht eine Hyperammonämie?

Ammonium kann sich durch Störungen beim Abbau im Körper ansammeln, häufig im Zusammenhang mit Lebererkrankungen oder seltenen angeborenen Stoffwechseldefekten.

Welche Symptome können auftreten?

Häufig sind unspezifische Beschwerden wie Übelkeit, später können Benommenheit, Verwirrtheit und neurologische Auffälligkeiten hinzukommen.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Die Behandlung erfolgt ursachen- und schweregradabhängig und zielt darauf ab, den Ammoniumspiegel rasch zu senken; in schweren Fällen erfolgt die Therapie im Krankenhaus.