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Hypersexualität

Hypersexualität (F52.7) bezeichnet ein erhöhtes sexuelles Verlangen, das im Ausmaß nicht mehr gut steuerbar ist und zu Belastung oder Beeinträchtigungen im Alltag führen kann. Typische Hinweise sind wiederkehrende sexuelle Gedanken, gesteigerter Drang zu sexuellen Handlungen, riskantes Verhalten oder Vernachlässigung von Arbeit, Beziehungen oder Verpflichtungen. Eine klare Diagnose erfolgt meist durch Anamnese und Einordnung, ob ein anderes psychisches oder körperliches Problem, etwa bestimmte Medikamente, neurologische Erkrankungen oder Störungen mit ähnlichen Symptomen, dahintersteht. Die Behandlung erfolgt in groben Zügen über psychiatrische oder psychotherapeutische Gespräche, Verhaltenstherapie und ggf. medikamentöse Unterstützung, je nach Ursache und mit Fokus auf Stabilisierung und Kontrolle.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Ärztliche Abklärung sollte erfolgen, wenn das gesteigerte Sexualverlangen zu deutlicher Belastung, Kontrollverlust, riskantem Verhalten oder Einschränkungen in Beruf, Familie oder Selbstversorgung führt. Auch bei neu auftretenden Symptomen oder wenn der Eindruck besteht, dass eine andere Ursache vorliegen könnte (z. B. nach Medikamentenänderungen) ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll. Bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung, starker Krise oder psychotischen Symptomen ist der Notruf 112 zu wählen; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Problemen kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Woran wird Hypersexualität im Alltag erkannt?

Typisch sind wiederkehrende starke sexuelle Impulse oder Handlungen, die schwer kontrollierbar sind und zu Belastung oder Problemen im Alltag führen.

Kann Hypersexualität andere Ursachen haben?

Ja. Ähnliche Symptome können durch psychische Erkrankungen, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente oder neurologische Ursachen begünstigt werden; daher ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Welche Hilfe ist üblicherweise möglich?

In der Regel kommen psychotherapeutische Unterstützung, Maßnahmen zur Verhaltenskontrolle und ggf. medikamentöse Therapie je nach zugrunde liegender Ursache zum Einsatz.