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Hypersexualität

Hypersexualität bezeichnet ein übermäßig gesteigertes sexuelles Verlangen bzw. sexuell motiviertes Handeln, das Betroffene schwer steuern können. Typische Anzeichen sind starker Drang nach Sex, wiederholte sexuelle Handlungen trotz negativer Folgen, zunehmende Zeitaufwendung für Sexualität sowie mögliche Risiken wie Konflikte in Beziehungen oder gesundheitliche Gefährdung. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung mit Gespräch über Verlauf, Belastung und mögliche Auslöser; dabei sollten auch andere Ursachen (z. B. bestimmte psychische Erkrankungen, Substanzwirkungen oder neurologische Faktoren) ausgeschlossen werden. Die Behandlung umfasst je nach Ursache psychotherapeutische Verfahren, Stabilisierung von Auslösern und ggf. medikamentöse Therapie durch Fachärztinnen/Fachärzte.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn das Verhalten stark belastet, Beziehungen oder Arbeit beeinträchtigt, oder gesundheitliche bzw. rechtliche Risiken entstehen, sollte ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung erfolgen. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, schweren Krisen oder Kontrollverlust mit unmittelbarer Gefahr ist umgehend der Notruf 112 zu wählen; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden kann 116117 genutzt werden.

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Häufige Fragen

Ist Hypersexualität immer eine psychische Erkrankung?

Nicht zwingend. Häufige Abklärung dient dazu, ob es als Teil einer anderen psychischen Erkrankung, durch Medikamente/Substanzen oder durch weitere Ursachen erklärbar ist.

Wie läuft die Diagnose ab?

In der Regel erfolgen ausführliche Gespräche über Verlauf, Kontrollfähigkeit, Belastung und mögliche Auslöser sowie eine medizinische bzw. psychotherapeutische Einschätzung.

Welche Behandlung kann helfen?

Üblich sind psychotherapeutische Ansätze zur Verhaltens- und Emotionsregulation; je nach Ursache können zusätzlich ärztlich verordnete Medikamente sinnvoll sein.