behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Jarisch-Herxheimer-Reaktion

Die Jarisch-Herxheimer-Reaktion (ICD-10: T78.2) ist eine akute, meist zeitlich begrenzte Entzündungsreaktion, die nach Einleitung einer Therapie bei bestimmten Infektionen beobachtet werden kann. Vermutet wird, dass dabei freigesetzte Erregerbestandteile eine starke Reaktion des Immunsystems auslösen. Häufige Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein Verschlechterungsgefühl. Die Diagnose erfolgt vor allem klinisch anhand des zeitlichen Zusammenhangs zur gestarteten Behandlung und der Symptome; Laborwerte und der Verlauf können unterstützend sein. Die Behandlung umfasst in der Regel ärztliche Überwachung, symptomatische Maßnahmen (z. B. Fiebersenkung) und gegebenenfalls die Anpassung der Therapie nach ärztlicher Bewertung.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden, rascher Verschlechterung oder Zeichen einer schweren allergischen Reaktion sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei Atemnot, Kreislaufproblemen, Verwirrtheit oder sehr hohem Fieber ist sofort der Notruf 112 zu wählen. Alternativ kann außerhalb der Notfallversorgung die 116117 kontaktiert werden.

Behandler für Jarisch-Herxheimer-Reaktion

87 insgesamt
Alle 87 Behandler anzeigen

Praxen, die Jarisch-Herxheimer-Reaktion behandeln

290 insgesamt
Alle 290 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion?

Typisch ist das Auftreten von Fieber, Schüttelfrost und starkem Krankheitsgefühl kurz nach Beginn einer passenden Behandlung. Der zeitliche Zusammenhang und der Verlauf sind entscheidend.

Ist die Reaktion gefährlich?

Meist ist sie vorübergehend, kann aber bei starken Verläufen ärztlich relevante Beschwerden verursachen. Bei Warnzeichen sollte umgehend abgeklärt werden.

Muss die Behandlung sofort abgebrochen werden?

Ein eigenständiges Absetzen sollte nicht erfolgen. Ärztlich sollte bewertet werden, ob die Therapie fortgesetzt, angepasst oder engmaschig überwacht wird.