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Kammerflimmern

Kammerflimmern (ICD-10 I49.0) ist ein schwerer Herzrhythmusstörungszustand, bei dem die Herzkammern chaotisch und ohne effektiven Pumpvorgang schlagen. Dadurch kommt es meist rasch zu Bewusstlosigkeit, Atemproblemen und fehlendem Puls. Typische Warnzeichen können plötzliches Herzrasen, Schwindel oder das unmittelbare Zusammenbrechen sein. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch EKG, das den Rhythmus zeigt. Die Behandlung ist dringend: Wiederbelebungsmaßnahmen mit Defibrillation (Stromschock) und erweiterter lebenserhaltender Therapie, zusätzlich wird die Ursache abgeklärt, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, durch Elektrolytstörungen oder andere Herzerkrankungen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei plötzlichem Kollaps, Bewusstlosigkeit oder fehlendem Puls ist sofort ein Notfall medizinisch zu versorgen. In solchen Fällen sollte unverzüglich 112 gewählt werden. Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Symptomen wie starkem Schwindel oder ohnmächtigen Vorfällen ist eine schnelle ärztliche Abklärung erforderlich; bis dahin kann 116117 für die weitere Einschätzung genutzt werden.

Behandler für Kammerflimmern

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Praxen, die Kammerflimmern behandeln

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Häufige Fragen

Woran wird Kammerflimmern erkannt?

Die Bestätigung erfolgt meist sofort per EKG. Typisch sind Bewusstlosigkeit, fehlender Puls und eine pulslose Rhythmusstörung.

Wie wird Kammerflimmern behandelt?

Die Akuttherapie besteht aus Wiederbelebung und möglichst schneller Defibrillation. Zusätzlich erfolgen Medikamente und die Abklärung möglicher Ursachen.

Kann es wieder auftreten?

Ja, ein erneutes Ereignis ist möglich, besonders bei anhaltender Grunderkrankung oder Risikofaktoren. Nach überstandener Akutphase werden Ursache, Medikamente und ggf. weitere Schutzmaßnahmen ärztlich geplant.