behandlerfinden
Alle Erkrankungen

Kongenitale stationäre Nachtblindheit

Die kongenitale stationäre Nachtblindheit (ICD-10 H53.6) ist eine angeborene Form von Nachtblindheit, bei der die Sehfunktion vor allem bei wenig Licht vermindert ist. Typisch ist eine eingeschränkte Anpassung an Dunkelheit, dadurch unsicheres Sehen in der Dämmerung oder nachts. Häufig bleiben Veränderungen im Laufe der Zeit eher stabil („stationär“), während die Betroffenen Lichtempfindlichkeit und Kontrastsehen unterschiedlich stark erleben können. Die Diagnose erfolgt meist augenärztlich mit Untersuchung der Sehschärfe, Untersuchung des Augenhintergrunds sowie elektrophysiologischen Tests wie Elektroretinographie (ERG). Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und umfasst oft Sehhilfen, Lichtanpassung und ggf. genetische Abklärung; eine spezifische Heilung ist nicht immer möglich.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn bereits im Kindes- oder Jugendalter eine deutliche Nachtsehschwäche besteht oder der Verlauf untypisch schnell schlechter wird. Bei plötzlicher, neu auftretender Sehstörung, starken Schmerzen oder einem erheblichen Gesichtsfeldausfall sollte sofort Hilfe in Anspruch genommen werden: Notruf 112 oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

Behandler für Kongenitale stationäre Nachtblindheit

4.998 insgesamt
Alle 4.998 Behandler anzeigen

Praxen, die Kongenitale stationäre Nachtblindheit behandeln

12.328 insgesamt
Alle 12.328 Praxen anzeigen

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine kongenitale stationäre Nachtblindheit?

Typisch sind seit Geburt oder früher Kindheit bestehende Schwierigkeiten beim Sehen bei Dämmerung und Dunkelheit. Augenärztliche Tests wie der Blick auf den Augenhintergrund und häufig ein ERG helfen bei der Abklärung.

Ist das Sehproblem veränderlich oder bleibt es gleich?

Bei der „stationären“ Form ist der Verlauf oft eher stabil. Dennoch sollten Veränderungen der Sehleistung regelmäßig kontrolliert werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung zielt meist auf bestmögliche Sehunterstützung, etwa durch geeignete Sehhilfen und Lichtanpassung. Je nach Ursache kann eine weiterführende Diagnostik, z. B. genetische Abklärung, sinnvoll sein.